Pressemitteilung vom 16. Januar 2007
Voraussichtlich am 11.3.2007 wird mit der AIDAdiva das erste von vier Kreuzfahrtschiffen von Papenburg aus auf der Ems nach Emden überführt. Eduard Dinkela, Pressesprecher Stadt Emden: „Dieses Ereignis wird sicherlich wieder tausende Schaulustige anlocken. Grund genug also für die Stadt Emden Vorbereitungen zu treffen, um es damit vielen Menschen zu ermöglichen, das Schiff aus nächster Nähe sehen zu können.“
Durch den geänderten Überführungszeitplan der Meyer-Werft wird die AidaDiva nicht wie ursprünglich vorgesehen am 10.März gegen 17.30 Uhr in den Emder Hafen einfahren, sondern gegen 3.30 Uhr am 11.März das Gandersumer Sperrwerk passieren und zwischen fünf und sechs Uhr den Emder Hafen auf dem Weg zur ersten Probefahrt passieren. Zwar ist ein kurzer Stopp am Emspier/ Emskai vorgesehen um Gäste von Bord gehen zu lassen, dann geht es aber zunächst weiter.
„Das Emder Willkommenshöft“
Am 12.März 2007 wird die „AidaDiva“ nach einer ersten Probefahrt auf See in den Emder Hafen einlaufen und am Marinekai zur Endausrüstung festmachen. Ähnlich der Hamburger Schiffsbegrüßungsanlage an der Elbe bei Wedel wird auf dem Uferstreifen an der Ostmole eine Feuerwerksinstallation mit dem Schriftzug „AidaDiva – Willkommen in Emden“ gezündet, wenn das Schiff diesen Bereich passiert. Diese wird von einem entsprechenden Soundtrack (u.a. Triumphmarsch aus der Oper „Aida“ von Guiseppe Verdi) begleitet.
Das Gelände „Zur alten Brikettfabrik“
Das Gelände „Zur alten Brikettfabrik“ befindet sich unmittelbar gegenüber des Ausrüstungskais der „Aidadiva“. Dieser Standort wird für Besucher des Kreuzfahrtschiffes erschlossen und entsprechend hergerichtet mit den nachfolgenden zwei Kernkomponenten:
1. Autofähre „Groningerland“
Das Fährschiff „Groningerland“ der Reederei "AG EMS" bildet das Kernstück des Geländes, da das großzügige Oberdeck einen hervorragenden Aussichtsplatz bietet. Darüber hinaus hält es ca. 400 Plätze im Restaurantbereich vor, so dass während der sicherlich weniger besucherstarken Wochentage eine Versorgung vor allem witterungsunabhängig gewährleistet werden kann.
Darüber hinaus bieten sich hier vielfältige Möglichkeiten für ggf. stattfindende Sonderveranstaltungen. Da das Schiff über alle notwendigen Ver- und Entsorgungseinrichtungen verfügt, werden keine zusätzlichen Komponenten wie Toilettenwagen, Trink- und Schmutzwasseranschlüsse etc. benötigt. Das geräumige Autodeck bietet zusätzlich Möglichkeiten für die Einrichtung eines Info-Centers, in welchem die Besucher Informationen über das Schiff, die Reederei aber vor allem auch über die Stadt Emden und den Emder Hafen erhalten können. Wasserseitig wird durch die Einrichtung einer Steganlage für die vom Ratsdelft aus verkehrenden Hafenboote ein direkter Zugang von einem zum anderen Schiff ermöglicht.
2. Aussichtsplattform auf dem Gelände Brikettfabrik
Für eine attraktive Ausgestaltung des Brikettfabrikgeländes bauen wir eine ansprechend gestaltete, mit Fahnen und Bannern ausgestatteten Aussichtsplattform. Diese bietet nicht nur zusätzlichen Platz für Besucher, sondern bietet Raum für neue Perspektiven in Richtung Marinekai. Darüber hinaus bietet sich dieser leicht erhöhte Bereich ggf. auch für Sonderveranstaltungen oder TV-Übertragungen als Bühnenplattform an.
Seh-Wege zur Aidadiva - ein kombiniertes Besuchsangebot für Hafen und Innenstadt
Dieser konzeptionelle Ansatz setzt auf folgende Komponenten:
Lenkung der auswärtigen Besucher durch eine entsprechend ausgeschilderte Wegführung in die Emder Innenstadt zu den reichlich vorhandenen Parkmöglichkeiten im und am Parkhaus Wasserturm. Von dort auf einem geführten Weg durch die Große Straße zum Rathaus am Delft (durch Beschilderung, Info-Flyer). Die Große Straße wird durch einen dekorativen Baldachin aus speziell angefertigten Transparenten zum zentralen „Sehweg“.
Einrichtung eines Besuchs- und Informationspunktes im Foyer des Ostfriesischen Landesmuseums. Dieser Informationscounter bildet sozusagen das „Eingangstor“ zur Besichtigung des Kreuzfahrtschiffes während der Endausrüstung am Marinekai. Durch den entsprechend gestalteten Rathausbogen geführt, erwartet die Besucher hier sowohl eine kleine Ausstellung / Multimediaschau mit Hintergrundinformationen zum Schiff, zu Werft und Reederei aber auch zur Stadt Emden und ihrem Hafen.
Mit einem speziell vorgehaltenen Schiffspendelverkehr geht es dann unter sachkundiger Bordbegleitung vom Hafentor/Delfttreppe in Richtung Marinekai. Vor Ort besteht die Möglichkeit zum Landgang und zu einem ausgiebigen Blick auf das Kreuzfahrtschiff.
Nach Rückkehr zum Delft haben die Besucher nun noch die Möglichkeit verschiedene Einrichtungen in der Innenstadt (Landesmuseum, Kunsthalle, Museumsschiffe etc.) zu besuchen, oder aber in den Restaurants und Gaststätten essen zu gehen.
Dieser konzeptionelle Ansatz bietet insbesondere folgende Vorteile:
- Präsentation Emdens aus der „Premium-Perspektive“ (die Fahrt geht durch den neu gestalteten Alten Binnenhafen und durch weite Teile des Neuen Binnenhafens), die an Bord fachkundig erläutert wird.
- Verbindung zwischen Marinekai und Innenstadt. Der Besucher fährt mitten in der Stadt ab und kommt auch dort wieder an.
- Hoher Erlebniswert für auswärtige Besucher. Statt einer Stippvisite hat er die Möglichkeit einen ganzen Tag in Emden zu verweilen und die Stadt kennen zu lernen.
- Möglichkeit besonderer Arrangements für Gruppen und Unternehmen zu organisieren und zu vermarkten. (z.B. „AidaDiva“ bei Nacht“)
Zusätzliche Komponenten an besucherstarken Tagen
Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine verlässliche Schätzung der Besucherzahlen auf dem Brikettfabrikgelände nicht möglich. Ebenso lässt die zu dieser Jahreszeit übliche wechselhafte Witterung (im März / April 2006 erlebte Emden einen verspäteten Wintereinbruch mit Schnee und Glatteis) keine langfristige Planung von zusätzlichen Veranstaltungen auf dem Gelände sinnvoll erscheinen.
Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass während der Endausrüstung die „Aidadiva“ mindestens noch einmal für mehrere Tage auf Erprobungsfahrt gehen wird, und dieser Termin sicherlich kurzfristig bestimmt wird.
Bei entsprechend zu erwartendem Publikumsaufkommen (bspw. an Wochenenden oder zu Ostern) und guten Witterungsverhältnissen werden verschiedene Komponenten dann kurzfristig auf dem Gelände zu installieren sein.
Das zusätzliche Programmangebot sollte sich zunächst auf insgesamt vier Sonntage sowie den Ostermontag konzentrieren. Während der Zeit von 11.00 – 20.00 Uhr könnte jeden Sonntag ein themenbezogenes Musik- und Aktionsprogramm präsentiert werden. Jeder Sonntag wird dabei unter ein bestimmtes Motto gestellt. Dabei können lokale und regionale Musikgruppen für einen ansprechenden musikalischen Rahmen auf dem Außengelände sorgen. Ebenso wäre es denkbar in Kooperation mit Sport und Modellbauvereinen und kunstpädagogischen Einrichtungen der Stadt spezielle Kreativ-Angebote für Kinder vorzuhalten.
Darüber hinaus würde es sich anbieten, im Gastronomiebereich der „Groningerland“ an jedem Sonntagvormittag ein Talkshowformat mit unterschiedlichen Interviewpartnern zu konzipieren, in welchem in lockerer Form verschiedene Aspekte wie Schiffbau, Hafenwirtschaft, Kreuzfahrttourismus behandelt werden. Dieser Termin könnte bei Interesse ggf. auch Radiosendern für eigene Sendungen angeboten werden, oder aber in Zusammenarbeit mit Radio Ostfriesland live übertragen werden.
So die Veranstaltungen positiv angenommen werden und eine weitgehend stabile Wetterlage vorherrscht, wäre dann eine ggf. Ausweitung auf das gesamte Wochenende vorstellbar. In jedem Fall werden für diese Veranstaltungen zusätzliche Parkflächen vorgehalten und evtl. ein Buspendelverkehr eingerichtet.


