Fachdienst Veterinärwesen, Verbraucherschutz und Gewerberecht
Rattenbekämpfung
Ratten übertragen gefährliche Krankheiten
Ratten sind Überträger gefährlicher Infektionskrankheiten. Zwar ist eine komplette Ausrottung der ungeliebten Nager aufgrund ihrer enormen Fruchtbarkeit nicht möglich, doch kann ihr Bestand durch nachhaltige Bekämpfung und eine Reduzierung des Nahrungsangebotes in Grenzen gehalten werden.
Wo halten sich Ratten auf?
Ratten bevorzugen feuchte Lebensräume und hielten sich daher früher überwiegend an Uferböschungen
und in der Kanalisation auf. In den letzten Jahren werden aber immer häufiger Parks, Grünanlagen, Fußgängerzonen und Wohngebiete befallen. Besonders auffällig wird das Problem aber auch bei Baumaßnahmen oder Erdarbeiten. Neben den ausgeglichenen Witterungsbedingungen und dem Fehlen natürlicher Feinde ist für diese Veränderung des Lebensraumes hauptsächlich der Mensch verantwortlich.
Speisereste sind willkommenes Nahrungsangebot. Ratten breiten sich immer dort aus, wo ihnen ein großes und leicht zugängliches Nahrungsangebot zur Verfügung steht. Begünstigt werden die Lebensbedingungen durch dicht wachsende Pflanzen, wie z.B. Bodendecker; sie bieten ideale Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten.
Großräumige Rattenbekämpfung findet regelmäßig statt!
Die Stadt Emden veranlasst seit Jahren Rattenbekämpfungsmaßnahmen im öffentlichen Bereich - sowohl oberirdisch als auch im städtischen Kanalnetz. Bekämpfungsmaßnahmen wurden an ein
Schädlingsbekämpfungsunternehmen vergeben. Diese Firma führt ständig Bekämpfungsmaßnahmen z.B. an Uferböschungen, Bahndämmen, in Kleingartenanlagen oder Grünflächen durch. Dabei werden Giftköder ausgelegt, die allerdings kein unmittelbar wirkendes Gift enthalten. In den Ködern befindet sich vielmehr ein Präparat, das die Blutgerinnung herabsetzt. Frisst eine Ratte an mehreren Tagen hintereinander die aus Haferflocken und Mais zusammengemischten Köder, dann verblutet sie innerlich und ein schmerzloser Tod tritt ein. Alle Stellen, an denen Giftköder ausgelegt werden, sind durch entsprechende Warnschilder gekennzeichnet. Haustiere müssen von diesen Stellen ferngehalten werden. Außerdem wird abhängig von der Witterungslage und bei Bedarf das städtische Kanalsystem mit Ködermaterial belegt. Zusätzliche Köder werden bei jeder Kanalinspektion ausgelegt.
Neben diesen generellen Maßnahmen werden vor allem gezielte Einzelmeldungen aus der Bürgerschaft aufgegriffen. So gehen jährlich zwischen 600 und 700 Meldungen über Rattenbefall ein, die an ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen weitergeleitet und von dort bearbeitet werden. Absoluten Vorrang haben dabei Meldungen über Ratten in Wohnräumen. Hier wird unverzüglich eine Bekämpfungsmaßnahme eingeleitet.
Rattenbefall ist zu melden! ( Tel.: 87 21 60 )
Rattenbekämpfung duldet keinen Aufschub. Achten Sie daher - soweit möglich - auf Rattenlöcher in Pflanzungen und Pflanzbeeten und geben Sie Hinweise auf befallene Gullys und Kanäle.
Alle Haus- und Grundstückseigentümer, Mieter und sonstige Berechtigten sind verpflichtet, die zur Rattenbekämpfung erforderlichen Maßnahmen zu dulden.


