Fachdienst Jugendförderung - Kindertagesstätte Schwabenstraße
| Kindertagesstätte Schwabenstraße Schwabenstraße 36 D-26723 Emden Telefon: 04921-872500 Fax 04921-872501 |
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Die Einrichtung bietet:
- Ganztagsplätze für 106 Kinder
- Öffnungszeit ( Mo.- Fr.) von 6. 45 Uhr bis 17.00 Uhr
- Abends und an den Wochenenden eine Offene Kinder- und Jugendbetreuung
- Aufnahme ab 2 Jahren bis 14 Jahre
- Integrative Betreuung
Die räumliche Gestaltung und Ausstattung
wurde vom Team in jahrelanger Arbeit so konzipiert, dass sie gute Bedingungen für die Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrags bietet. Auch Flurbereiche und gruppenübergreifend genutzte Räume sind mittels in Eigenregie entworfener und angefertigter Einbauten umgestaltet worden und bieten jetzt eine variantenreiche Nutzung
- Bibliothek / das Kaminzimmer (ausgestattet im Kolonialstil)
- Schreibwerkstatt
- Labor
- Snoezelraum
- Atelier
- Nähstübchen
- Werkraum
- Elterncafe
- Bewegungsraum
sowie mehrere Spielhöhlen und ein Bällchenbad. Bei den Veränderungen im Haus galt die Devise " die Umgebung prägt den Menschen", und so wurde darauf geachtet, für die aus überwiegend benachteiligtem Milieu stammenden Kinder eine harmonische, anregende Umgebung zu schaffen.Diese Leitidee fand ebenso bei der Gestaltung des Kita - Außengeländes Berücksichtigung, wobei das Team auch das an die Einrichtung angrenzende öffentliche Gelände mit Fußballfeld, kleinem See sowie viel Pflanzenbewuchs in die Planung einbezog.Von der guten Ausstattung der Einrichtung sollen möglichst viele Menschen im Umfeld profitieren!
Das pädagogische Team bilden 19 vollzeitbeschäftigte ErzieherInnen:
Zusatzqualifikationen im Team :
- 3 x Studium zum Diplom Sozialpädagogen
- 2 x Bachelor- Abschluss "Integrative Frühpädagogik"
- 1 x Zusatzausbildung zur Heilpädagogin
- 1 x "Fachkraft für Sprachkompetenzförderung"
- 4 x "Fachkraft für integrative Bildung und Erziehung in Kindertageseinrichtungen"
- 1 x Langzeitfortbildung "Professional in early childhood education"
- 1 x "Anti-Aggressivitäts-Trainer / Coolness-Trainer"
Ergo-, Physio- und Sprachtherapeuten werden bei Bedarf eingesetzt
Das "über den Tellerrand hinausschauen" - einen Perspektivwechsel vornehmen - und die kontinuierliche Weiterbildung (vielfach in Teamseminaren ) hat oberste Priorität. Die Bearbeitung aktueller Fachliteratur ist für alle Verpflichtung! Probleme werden u. a. mit Hilfe der "Kollegialen Beratung" analysiert.
Mehrere Mitarbeiter haben zuvor bereits andere Berufe, z. B. im Handwerk, erlernt. Die darin erworbenen Kompetenzen fließen, ebenso wie die durch Eltern eingebrachte Fähigkeiten und Fertigkeiten in die Praxis ein.
Eine genderorientierte Pädagogik ist das Ziel. Fortwährend wurde daran gearbeitet, die Zahl männlicher Bezugspersonen für die Kinder zu erhöhen, so dass mittlerweile ihr Anteil bei nahezu 50% liegt. Die Kinder finden dadurch die erforderlichen Voraussetzungen für ihre Rollen- und Identitätsfindung.
Arbeitsschwerpunkte
- Chancengerechtigkeit
- Partizipation
- Sicherung der Kindesrechte
- Integration / Inklusion
- Vorurteilsbewusste Erziehung
- Kontinuität in der Betreuung
- Gleichberechtigung (der Geschlechter)
- Bildung durch Selbstbildung
- Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Eltern
- Angemessenes Sozialverhalten
- Gewaltprävention
- Kinderkulturarbeit / Positive Kindheitserinnerungen schaffen
- Reagieren auf gesellschaftliche Veränderungen
- Distanz zur Werbung und Unabhängigkeit vom Konsumzwang
Bildungsarbeit
Eine breit angelegte Angebotspalette zu einem jeweils ca. zweimonatigen Projekt in der Gesamteinrichtung ermöglicht den Kindern zusätzlich zu den nach dem Situativen Ansatz gestalteten Gruppenaktivitäten Einblick in umfangreiche Bildungs- und Erfahrungsbereiche und die Erprobung darin. Jede(r) Mitarbeiter(in) hat die Verpflichtung, themenbezogene Angebote zu entwickeln und verbindlich allen Kindern der Einrichtung anzubieten. So kann sichergestellt werden, dass jedem Kind im Laufe seiner Kita - Zeit umfangreiche Bildungsmöglichkeiten zuteil werden und es die Gelegenheit zu selbstständigem und autonomen Handeln, Gestalten und Lernen erhält. Die ErzieherInnen motivieren ihre Klientel darin, von Konsumhaltung in Eigenaktivität zu wechseln. Die Kinder erleben durch stetige Kompetenzerweiterung in allen Bildungs- und Lebensbereichen die Erhöhung ihrer eigenen Wirksamkeit. "Hilfe zur Selbsthilfe" ist für viele Menschen der einzige Weg, die in unserer Gesellschaft vorhandenen Barrieren zu überwinden.
Gewaltprävention
Seit Jahren ist die Arbeit mit dem Faustlosprogramm implementiert. Inhalte zu den Themen Empathieförderung, Impulskontrolle und dem Umgang mit Ärger und Wut werden den Kindern in Rollenspielen, Diskussionen und Geschichten auf spielerische Weise nahe gebracht und in praktischen Beispielen erprobt.Die einzelnen Themen sorgen für Gesprächsstoff zwischen den Kindern und ihren Eltern und werden somit in die Familien transportiert.Hortmitarbeiter führen dieses Programm erfolgreich auch in der Grundschule im Einzugsbereich durch, und stehen somit mit den Lehrkräften in einem stetigen Austausch.
Die Beschäftigung des Teams mit den Inhalten des Anti-Aggressivitäts / Coolness-Trainings", sowie das Lesen einschlägiger Fachliteratur, hat zu einer Veränderung der "Inneren Haltung" der einzelnen Teammitglieder geführt mit dem Effekt einer erhöhten Sensibilität für die Entstehung / Bedeutung von Gewalt und dem Wunsch, weitergehend präventiv zu arbeiten ( Autoritative Pädagogik; Förderung der Bindungs- und Beziehungsfähigkeit; Resilienz )
Kooperation - für uns kein Fremdwort
Um zielgerichtet und mit hoher Wirksamkeit Einfluss im Sinne unserer Klientel zu nehmen, pflegen wir die enge Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Institutionen im Kita - Umfeld.Besonders hervorzuheben ist das vor vielen Jahren vom Mitarbeiterteam initiierte Stadtteiltreffen. In diesem Gremium, das sich regelmäßig einmal monatlich trifft, sind vertreten:
- die LeiterInnen der drei Schulen im Einzugsbereich
- die Pastor/innen der drei Kirchengemeinden im Einzugsbereich
- die Leiterin des benachbarten Kindergartens
- VertreterInnen des Bürgervereins
- Schulsozialarbeiterinnen der Hauptschule
- Vertreter des Jugendzentrums
- MitarbeiterInnen aus dem Jugendtreff der Einrichtung,
- des SD, verantwortlich für den Jugendschutz,
- der Fachstelle für Sucht,
- des Tagesaufenthalts für Wohnungslose und
- unserer Kita.
Die Bearbeitung von Problemen hat das Ziel der Verbesserung der Lebenssituation aller StadtteilbewohnerInnen, auch über dem Weg politischer Einflussnahme.
Bildungs- und Erziehungsauftrag als gemeinsam zu leistende Aufgabe
"Nicht über die Eltern reden, sondern mit ihnen"
Eine Erziehungspartnerschaft "auf gleicher Augenhöhe" (Beraten und Stützen der Eltern in der Erziehungsarbeit, u. U. Angebot eines "Elterntrainings") ist uns selbstverständlich. Auf Wunsch der Eltern bieten wir:
- Unterstützung bei Behördengängen und Antragstellungen
- Vermittlung in medizinisch / therapeutische Institutionen und Begleitung
in die Sprechstunde - Unterstützung bei Gesprächen mit Lehrkräften der Kinder u.v.m.
Dies ist für uns die Grundlage einer vertrauensvollen und umfassenden Elternarbeit. Wir glauben, dass wir über diesen Weg des Verständnisses und des Angebots der Hilfe auch einen Beitrag zur Sicherung des Kindeswohls / des Kinderschutzes leisten können.
Auf die Lernbereitschaft und die Lernfähigkeit der Kinder kann nur dann effektiv zurückgegriffen werden, wenn diese deutlich sichtbar erleben und fühlen, dass ihren Herkunftsfamilien uneingeschränkte Wertschätzung entgegengebracht wird und auch außergewöhnliche Lebensformen grundsätzliche Anerkennung finden.
Selbstverständlich werden die Eltern in regelmäßigen Abständen über die Bildungsarbeit ihrer Kinder in der Kindertageseinrichtung informiert. Diese wird von den MitarbeiterInnen in einem "Wegbegleiter" dokumentiert. Neben den Sammlungen der Kinder ist darin ein vom MitarbeiterInnenteam selbsterarbeiteter, ressourcenorientierter Erfassungsbogen enthalten, der vierteljährlich ausgefüllt wird und als Gesprächsgrundlage für diese "anlassfreien" Elterngespräche dient. Während gemeinsamer Reflektion der Bildungsgeschichte erhalten die Eltern Anregungen dafür, wie auch sie ihren Kindern weitere Unterstützung geben können.
Neben diesen üblichen Angeboten der Elternarbeit, wie auch Hospitationen in der Gruppe, Hausbesuche, Gruppenelternabende und gemeinsame Feste (Sommerfest mit Übernachtung, Varieteveranstaltungen mit Bühnenauftritten aller Kinder etc.) offerieren wir eine
Angebotspalette für Eltern
Diese, von den MitarbeiterInnen durchgeführte Aktivitäten finden in regelmäßigen Abständen in Kursform statt, und bieten - neben informativen, musikalischen, lebenspraktischen und gestalterischen Angeboten - auch zusätzliche, u. U. von Honorarkräften auf Kosten der Einrichtung angebotene Bildungs- und Erfahrungsmöglichkeiten (z. B.: Yoga und Entspannungsübungen; Hartz lV - Beratung u.a.). Derzeit bietet eine Kita - Mutter ( Hebamme aus Montenegro ) einen Geburtsvorbereitungskurs, eine Rückbildungsgymnastik sowie eine Säuglingsmassage an.
Wir legen Wert darauf, dass alle Angebote ressourcen- statt defizitorientiert im sozialen Nahraum der Eltern stattfinden. Die räumlichen und zeitlichen Bedingungen sind so gehalten, dass allen Eltern die Teilnahme ermöglicht wird.



