Musiktheater - Operette
Die schöne Helena
Operette von Jacques Offenbach
Neue Operette Wien
Mittwoch, 09.12.2009, 20:00 Uhr
Jaques Offenbach wurde schon zu Lebzeiten als Meister der leichten Muse gerühmt. Mit seiner "Schönen Helena" schuf er einen geistreichen Theatercoup voller Witz und Esprit. Volker Klotz meint: Seine Operettenkunst erreicht hier seinen unübertroffenen Höhepunkt! "Es ist ein Traum, ein süßer Liebestraum...." denkt sich Helena, und genießt ungehemmt ihr kleines Schäferstündchen mit Paris. Träume sind Schäume, dennoch aufkommende Gewissensbisse sind dank der verflixten "Fatalité" zu ertragen. Auch dem antiken Personal ist nichts heilig, um ihrem individuellen Vergnügen diskret auf die Sprünge zu helfen. Labile physische Zustände, göttliche Schicksalskraft, politische Macht - alles dient zur möglichst sofortigen Lustbefriedigung. Eine neue Dialogfassung bringt heutige Parallelen erfrischend unverblümt auf den Punkt und garantiert einen amüsanten Abend mit Jaques Offenbachs gelungenster Operette.
Die Csárdásfürstin
Operette von Emmerich Kálmán
Operettentheater Salzburg
Montag, 18.01.2010, 20:00 Uhr
Die Leidenschaft des jungen Fürsten Edwin für die feurige - aber leider bürgerliche - Chansonette Sylva Varescu wird von seiner Familie missbilligt, die bereits seine Verlobung mit der Gräfin Stasi arrangiert hat. So sorgt die adelige Verwandtschaft dafür, dass ihm ein fingierter Einberufungsbefehl und Sylva eine Verlobungsanzeige zugespielt wird. Empört nimmt sie jetzt ein Tourneeangebot nach Amerika an. Ein paar Wochen später taucht sie wieder auf, angeblich mit Edwins Freund Boni verheiratet. Da Edwin jedoch weiß, dass Boni in Stasi verliebt ist, fällt es ihm nicht schwer, ihn zur "Scheidung" zu überreden, und auch Sylva willigt ein, als erneut der Standesdünkel der Familie die beiden Liebenden trennt. Erst als ein lange vertuschter Skandal um Edwins Mutter bekannt wird, lösen sich die Verwicklungen und es gibt zwei glückliche Paare.
Wiener Blut
Operette von Johann Strauß
Parktheater Augsburg
Freitag, 05.03.2010, 20:00 Uhr
Das "Wiener Blut" gleich dreier charmanter Frauen sorgt für vorhersehbare Turbulenzen in der Rendezvous-Planung des vereirateten Grafen Zedlau. Das innenpolitische Ergebnis der Liebesquerelen ähnelt dem des Wiener Kongresses: Restauration der alten Verhältnisse. Wiener Blut, eine der wienerischsten der straußischsten Operetten, ist unsterblich geworden wie "Die Fledermaus" und "Der Zigeunerbaron". Die lockenden, lachenden, werbenden, sehnsüchtigsten Melodien mit der schier unerschöpflichen Fülle der darin verarbeiteten Einfälle: Das ist der ganze Strauß. Und würden wir nur dieses Wiener Blut von ihm kennen, wir würden doch kaum einen Wesenszug seiner Musik vermissen müssen. Es ist alles drin: Wien, wie es weint, lacht und tanzt, alles von der bittersüßen Walzermelancholie bis zum übermütigen ausgelassenen Polkahupferl.


