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    Musiktheater - Oper

     

    Foto Oper Ein Maskenball

    Ein Maskenball
    Oper von Giuseppe Verdi
    Compagnia d’Opera Italiana di Milano

    Dienstag, 20.10.2009, 20:00 Uhr

    Riccardo liebt Amelia, die Frau seines Freundes Renato und erbittet von der Wahrsagerin Ulrica ein Mittel, um sich aus dem Zwiespalt zu befreien. Als Renato diese Liebschaft vermutet, schließt er sich blind vor Eifersucht einer geplanten Verschwörung an. Auf dem Maskenball möchte sich Riccardo von Amelia endgültig verabschieden, wird jedoch von Renato ermordet. Nicht zu unrecht wird immer wieder darauf hingewiesen, das Verdi, der sich ein Leben lang mit dem Werk Shakespeares beschäftigte, hier eine Einheit von Tragödie und Komödie im Sinne Shakespeares erreichte. Auch musikalisch schuf Verdi ein facettenreiches Bild aus Licht und Schatten. Für diese Oper komponierte er eines seiner leidenschaftlichsten und größten Liebesduette, ebenfalls grandios und dem berühmten Quartett des Rigoletto vergleichbar, ist das Quartett, in dem Renato, der sich von seiner Gattin betrogen glaubt, von den Verschwörern Sam und Tom verspottet wird. Für den Bariton schrieb Verdi in "Eri tu" einer der schönsten und berühmtesten Arien überhaupt. In den Gestalten der Wahrsagerin Ulrica und dem Pagen Oscar finden sich musikalisch und szenisch originelle Kontrastfiguren zu den Hauptcharaktere: Ulricas Beschwörung "Re dell abisso" zählt zu den musikalischen Highlights der Oper und wer könnte sich Oscars Charme entziehen, wenn er voller Enthusiasmus von Ulricas magischen Kräften berichtet, oder sich übermütig auf den kommenden Ball freut.
    Das in großer Menschlichkeit und Vergebung geprägte Finale wird zu recht als eines der ganz großen Opernensembles bezeichnet.

     

     

    Foto Oper Der Barbier von Sevilla


    Der Barbier von Sevilla
    Opera Buffa von Gioacchino Rossini
    Kammeroper Prag

    Donnerstag, 14.01.2010, 20:00 Uhr

    Rosina, ein junges, bürgerliches Mädchen, das eine reiche Erbschaft erwartet, wird von zwei Männern umworben: Von Graf Almaviva, der Rosina wegen ihrer Schönheit begehrt, und von ihrem Vormund, Doktor Bartolo, der sich Hoffnungen auf die Erbschaft macht und Rosina deswegen streng bewacht. Durch allerlei Intrigen, die Figaro, der Barbier von Sevilla, anzettelt, gelingt es Almaviva schließlich, Rosina zu heiraten. 
    Die "Figaro-Vorlage" des beliebten Beaumarchias vertonend, ging es dem 24-jährigen Rossini 1815 anders als Mozart oder Paisiello in erster Linie darum, die klassischen Figuren der Komödienwelt zu beschwören: den geprellten Vormund, den pfiffigen Allrounder Figaro, die schnippische Rosina, den intriganten Basilio und den in Liebe schmachtenden Grafen. Rossinis Musik, die ebenso leicht wie kontrastreich dahin läuft, in der Grazie und Übermut, Arien und plapperndes Parlando sich mit Tempo, Witz und Kantabilität verbinden, ist und bleibt unwiderstehlich.

     

     

    Foto Oper Der fliegende Holländer

    Der fliegende Holländer
    Romantische Oper von Richard Wagner
    Tschechische Oper Prag/ Nordböhmische Oper Usti

    Samstag, 13.03.2010, 20:00 Uhr

     Getrieben auf den unendlichen Meeren kehrt der heimatlose "fliegende Holländer" alle sieben Jahre mit seinem Schiff wieder ans Ufer, um endlich Erlösung durch eine Frau zu finden, die ihn liebt und treu bis in den Tod ist. Er trifft die Norwegerin Senta, die im ständigen Wechsel zwischen Realität und Tagträumen lebend, sich ebenfalls nach Erlösung durch Liebe sehnt. Beide verkennen, dass sie nicht lieben, sondern sich nur nach Liebe sehnen, um von den eigenen Qualen erlöst zu werden und finden letztlich keine Nähe zueinander. Senta stirbt, nachdem sich ihre Sehnsucht, vom "fliegenden Holländer" von ihren Seelenqualen erlöst zu werden, nicht realisiert, wie von Wagner selbst beschrieben, an so starker Empfindung, "das der Tod durch plötzliche Erstarrung des Herzens" eintritt.
    Martin Otava gelang eine Inszenierung mit intensiver, berührender Personenführung und starken Bildern, die in beeindruckender Weise mehrere Handlungsebenen gleichzeitig zu zeigen vermag und dennoch stehts klar und verständlich bleibt.
     
    Der fliegende Holländer besticht durch grandiose Stimmen. Süddeutsche Zeitung
     
    Ein exzellenter Opernabend und eine Inszenierung, die ergriffen machte. Münchner Merkur 

     

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    Letzte Änderung: 09.11.2009

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