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    6. September 1944 - Emdens schwerste Stunde


    Das „Venedig des Nordens“ stirbt im Feuersturm des Nationalsozialismus



    Der 6. September 1944 war ein schöner, warmer und fast windstiller Spätsommertag. Um 18.00 Uhr wurde Fliegeralarm gegeben. Die Bevölkerung Emdens ging zum aberhundertsten Mal in die Bunker, denn in den drei Jahren war Emden oft schon das Ziel von Fliegerangriffen gewesen, da Emden im Einflugkorridor der alliierten Luftstreitkräfte lag. Kaum angekommen, brach das Chaos über Emden aus, ein zwanzigminütiges Bombardement, das die Miterlebenden eine Ewigkeit zu währen schien. In mehreren Wellen warfen die alliierten Flugzeuge ca. 1.500 Sprengbomben, 10.000 Brandbomben und 3.000 Phosphorbomben ab. Fünfhundert Jahre Baugeschichte der Stadt gingen in Flammen auf. Aus dem einstigen "Venedig des Nordens" war eine Trümmerlandschaft geworden. Die Bevölkerung Emdens überlebte den Angriff durch die große Zahl der Bunker glimpflich. Die gleichgeschaltete Presse reagierte auf die Zerstörung der Stadt in einer 22-Zeilen-Meldung marginal mit den Worten:"Was nicht sein kann, darf nicht sein."


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    Letzte Änderung: 14.09.2006

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