Hafen
Der Hafen Emdens liegt am seeschifftiefen Fahrwasser. Der Gesamtumschlag betrug 2004 5,07 Mio. t, wobei neben Forstprodukten (Holz und Papier), Flüssiggas, Flüssigkreide, Baustoffe, Eisen- und Stahlprodukte, Getreide und Futtermittel sowie diverse Massen- und Stückgüter - insbesondere Automobilteile und -ersatzteile in Containern - umgeschlagen wurden. Außerdem kommt im Stückgutbereich dem Kraftfahrzeugumschlag eine große Bedeutung zu. Der Ex- und Import des Volkswagen-Werkes sowie anderer Werke führten zu Umschlagszahlen von annähernd 771.650 Kraftfahrzeugeinheiten pro Jahr. Heute gehen rund 30% des deutschen Kraftfahrzeugumschlags über Emden.
Der Gesamtumschlag (See-, Küsten- und Binnenschifffahrt) im Emder Hafen hat sich in den letzten Jahren zunehmend positiv verändert: von 2,66 Mio. t in 1993 auf 5,07 Mio. t in 2004. Der Borkumanleger am Außenhafen weist einen beachtlichen Passagierverkehr zu der westlichsten ostfriesischen Insel auf. Die Personen- und Fahrzeugbeförderung Borkum-Emden/Eemshaven beläuft sich jährlich auf mehr als 850.000 Fahrgäste.
Der neue speziell für Ro-Ro Verkehre gebaute Emskai, die für witterungsempfindliche Güter geeignete EHUG-Mehrzweckhalle, der 1991 neu errichtete Containerterminal und die sanierte Große Seeschleuse sind erkennbare Zeichen der Umwandlung des Emder Hafens vom Massengut- zum Mehrzweckhafen.
Zum großen Teil ist die Umstrukturierung zum Spezialhafen abgeschlossen. Weiter wurde vom Land Niedersachen gemeinsam mit der Reederei AG Ems ein neuer Fährterminal für nationale und internationale Verkehre mit einem Investitionsvolumen von rund 36 Mio. Euro gebaut. Die Inbetriebnahme dieses Terminals erfolgt bis voraussichtlich 1999.
Hafenfakten (
pdf-Datei)
Die Große Seeschleuse ist 260 m lang, 40 m breit, und besitzt eine Drempeltiefe von 11,76 m unter NN und ermöglicht Schiffen bis zur Größe von 240,0 m x 33,0 m die Zufahrt zum tidefreien Binnenhafen. Dockschleusungen von Schiffen mit noch größeren Abmessungen sind möglich. Die Seeschleuse ist durchgehend besetzt und ständig betriebsbereit. Die Nesserlander Schleuse stellt ebenfalls die Verbindung zum tidefreien Binnenhafen her - und von dort zum deutschen und europäischen Binnenwasserstraßennetz. Sie ist 110 m lang, 22 m breit und wird mit seiner Drempeltiefe von 6,7 m unter NN insbesondere von der Binnenschifffahrt genutzt. Die Hafenzufahrt ist 38 sm von der Emsmündung entfernt. Der Tidenhub der Ems beträgt im Außenhafen circa 3 m. Mit einem Tiefgang bis zu 10,70 m (35 '') sind Außen- und Binnenhafen bei mittlerem Tidehochwasser direkt erreichbar.


