02.05.2018 Kategorie: Rathaus

Bürgerversammlung "Zukunftsfähiges Borssum"


Bürgerversammlung "Zukunftsfähiges Borssum"

Am 26. April 2018 setzten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger mit den Stärken und Schwächen sowie der Zukunft Borssums auseinander. Zu der Veranstaltung hat die Stadt Emden, Fachdienst Stadtplanung, eingeladen.

Stadtbaurat Andreas Docter erläuterte den etwa 80 Teilnehmenden, dass Borssum als lebenswerter Stadtteil unterstützt werden soll. Deswegen wurden das Stadtplanungsbüro "plan zwei" aus Hannover und das "Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM" aus Bremen beauftragt, ein Konzept für den Stadtteil zu erstellen. In dem Konzept sollen in den nächsten Monaten energetische und soziale Handlungsbedarfe ermittelt und Umsetzungsstrategien entwickelt werden. Perspektivisch dient das Konzept als Grundlage, stadtplanerische Ziele zu benennen, um anschließend anhand von sich weiter konkretisierenden Bausteinen Fördermittel einzuwerben.

Die Bürgerversammlung war der erste öffentliche Auftakt für einen mehrjährigen Prozess. Das Team vom Büro "plan zwei" zeigte die vorläufigen Ergebnisse der Bestandsaufnahme und moderierte die Veranstaltung, auf der intensiv über die Themen Stadtteilleben, Mobilität und Wohnen diskutiert wurde.
Seitens der Teilnehmenden wurden beispielsweise die guten Nachbarschaften, das rege Vereinsleben, die Ausstattung mit sozialen Einrichtungen und Versorgungsstandorten gelobt.

Kritik wurde unter anderem an illegalen Müllentsorgungen und der hohen Verkehrsbelastung der Petkumer Straße geübt – wie hier ein sicheres Fahrradfahren möglich ist, wurde kontrovers diskutiert.
Herausforderungen für die Zukunft sahen die Teilnehmenden insbesondere darin, dass Maßnahmen gegen die Stigmatisierung und zur Stabilisierung der Wohnstandorte mit sozialen Problemlagen ergriffen werden. Insgesamt sollte die Stadtteilidentität gestärkt werden, hierbei spielen auch das Ökowerk und die Vereine als Treffpunkte eine wichtige Rolle.

Mit Blick auf die Mobilität im Stadtteil wurde angemerkt, dass sichere Querungshilfen entlang der Pektumer Straße die Verkehrssicherheit erhöhen können und dass insbesondere für Kinder sichere Schul- und Kindergartenwege wichtig sind. In Bezug auf ein generationenübergreifendes Leben besteht der Wunsch, im Stadtteil alt werden zu können – hierzu sind geeignete Wohnformen anzustreben, die ein selbstständiges Leben mit Pflegeanschluss gewährleisten. Außerdem sollte es für die eigenen vier Wände Unterstützungs- und Beratungsangebote geben, wenn beispielsweise energetische Sanierungsmaßnahmen anstehen.

In den kommenden Wochen wird eine umfangreiche Dokumentation der Veranstaltung erarbeitet, die dann  hier heruntergeladen werden kann.