23.06.2018 Kategorie: Rathaus

Gesprächsrunden für Ehrenamtliche


Gesprächsrunden für Ehrenamtliche

Entlastende Gespräche bieten den Ehrenamtlichen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen im Engagement mit Geflüchteten aufzuarbeiten. Förderung durch die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen und Koordinierungsstellen für das Ehrenamt in Niedersachsen (LAGFA).

Ehrenamtliche sind in der Arbeit mit Geflüchteten seit Jahren sehr engagiert. Sie stoßen dabei oft an ihre Belastungsgrenze. Oft müssen Herausforderungen überwunden werden, wie beispielsweise Überlastung, Intoleranz, Abgrenzung oder bürokratische Hürden. So manche Situationen und Erfahrungen führen zur Frustration. In diesen Situationen kann die Reflexion der ehrenamtlichen Tätigkeit eine wertvolle Hilfe bieten. In moderierten Gesprächsrunden werden Problemstellungen diskutiert und gemeinsam Lösungsansätze erarbeitet. Ehrenamtliche haben die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen, von ihren Erfahrungen zu lernen und neue Wege zu finden. Ziel ist es, die Ehrenamtlichen durch die Gespräche zu stärken und in ihrem Engagement zu unterstützen. Dabei steht ein respektvoller Umgang im Vordergrund und alle Probleme in der ehrenamtlichen Tätigkeit dürfen besprochen werden. Man nimmt sich Zeit und hat für alle Problemstellungen ein offenes Ohr.

Oft denken die Ehrenamtlichen nur an die zu unterstützenden Menschen, bei den entlastenden Gesprächen steht dagegen die Selbstfürsorge im Vordergrund. Moderiert werden die entlastenden Gespräche von Ulla Wildeboer. Sie hat durch verschiedene Projekte und ihre Beratungstätigkeit bei der Evangelischen Familienbildungsstätte umfangreiche Erfahrungen in der Erwachsenenbildung. Organisiert wurde die Veranstaltung von Edvija Imamovic (Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe), Sven Dübbelde (Freiwilligenagentur Emden) und Frank-Olaf Becker (Mehrgenerationenhaus).

An den entlastenden Gesprächen können alle Ehrenamtlichen teilnehmen, die mit geflüchteten Menschen zu tun haben. Neben Integrationslotsen und Flüchtlingshelfern der Stadt Emden können sich auch alle anderen Interessierten anmelden, die sich in Sport- und anderen Vereinen, Initiativen, Kirchengemeinden und anderen Institutionen sowie in der Nachbarschaft engagieren. Gerade die Personen aus der Nachbarschaftshilfe kann man häufig nicht über die offiziellen Verteiler erreichen. Zudem sind auch Ehrenamtliche aus den angrenzenden Landkreisen herzlich willkommen.

An jedem Termin können mindestens drei bis maximal 12 Personen teilnehmen. An den entlastenden Gesprächen nehmen nur die Ehrenamtlichen teil, d.h. die zuständigen Hauptamtlichen sind nicht dabei.

Die Gesprächsrunden werden in den Abendstunden von 17.30 – 20.30 Uhr stattfinden und beinhalten immer ein gemeinsames kostenloses Essen. Die gesamte Veranstaltung ist somit kostenlos. Auch die Fahrtkosten können bei Bedarf erstattet werden.

Die entlastenden Gespräche finden an folgenden Terminen statt:

Mittwoch, der 27.06.
Dienstag, der 14.08.
Mittwoch, der 22.08.
Mittwoch, der 12.09.
Mittwoch, der 19.09.

Jeweils von 17.30 – 20.30 Uhr im Bürgervereinsraum, 2. OG, Mehrgenerationenhaus Kulturbunker, Geibelstraße 30a. Dabei kann man selber entscheiden, ob man an einem oder mehreren Terminen teilnehmen möchte. Wird die maximale Teilnehmerzahl überschritten, können die zuletzt eingegangen Anmeldungen nicht berücksichtigt werden. Der Veranstalter behält sich ebenfalls vor, bei Bedarf selbst Entscheidungen zu treffen, damit die Teilnahme aller Interessierten gewährleistet ist. Die Anmeldung soll jeweils zwei Tage vor dem jeweiligen Termin per E-Mail an imamovic(at)emden.de oder telefonisch unter 0 49 21/58 56 24 erfolgen.

Foto Stadt Emden: Edvija Imamovic (Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe), Ulla Wildeboer (Ev.-Familienbildungsstätte), Sven Dübbelde (Freiwilligenagentur Emden)

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