04.09.2018 Kategorie: Rathaus

Hornissennester im Emder Stadtwald - bitte Abstand halten


In hohlen Stämmen und verlassenen Bruthöhlen haben sich aktuell Hornissennester im Emder Stadtwald angesiedelt. Einige Bereiche, zum Beispiel am Spielplatz im Stadtwald, wurden deshalb mit Flatterband abgesperrt.

In Deutschland gilt die Hornisse, die größte Wespenart, als vom Aussterben bedroht, weil ihr immer weniger Misch- und Auwälder als natürlichen Lebensraum zur Verfügung stehen. Sie steht deshalb unter Naturschutz.

Hornissen bevorzugen Lebensräume an Waldrändern und Lichtungen mit reich strukturierter Baum- und Strauchschicht oder heckenreiche Gebiete in Wassernähe.
Manchmal sind sie aber auch gezwungen, sich in der Nähe des Menschen anzusiedeln. Falls sie dann keinen Nestplatz in größeren Baumhöhlen finden, suchen sie sich Ersatzräume in Rollladenkästen, Dachböden oder wie im Emder Stadtwald in diversen Höhlungen. Wird ihnen der als Nest genutzte Hohlraum zu eng, ziehen sie einfach um und bilden an anderer Stelle eine weitere "Filiale".

Tipp: Zwei bis Sechs Meter Abstand halten
Um unbeschadet an den Lebensräumen der Hornissen vorbei zu kommen, in dessen Innern mehrere Hundert Hornissen auf meistens fünf bis zehn Wabenetagen wohnen, sollte man sich vorsichtig verhalten. Der Verteidigungsradius schwankt je nach Volk normalerweise zwischen zwei und sechs Metern. Bei häufiger Störung erweitert das Volk nicht nur diesen Radius, sondern verteidigt auch vehement das Nest.

Gefahr ist gering
Grundsätzlich sind die Tiere nicht angriffslustig und ihre Stiche sind für Nichtallergiker nicht gefährlicher als die Stiche anderer Wespen oder von Bienen. Ein Hornissenstich wird meist schmerzhafter empfunden als der einer kleineren Wespe, weil der größere Stachel-Durchmesser und die Länge des Stachels in tiefere, empfindlichere Hautschichten eindringen kann. Ein Hornissenstich ist im Allgemeinen nicht tödlich. Bei Stichen im Mund- oder Rachenraum können allerdings lebensgefährliche Schwellungen auftreten. Stiche durch Hornissen lassen sich durch einen respektvollen Umgang fast sicher vermeiden.