Erste kommunale Gebäude bekommen neue Energieausweise

Die in den kommunalen Gebäuden aktuell ausgehängten Energieausweise sollen nun sukzessive durch neue Energieausweise gemäß der Energieeinsparverordnung (Laufzeit 10 Jahre) erneuert werden.
„Die ersten Ausweise sind fertig und wurden bereits in den einigen Gebäuden (JAG und GS Wolthusen) ausgehängt.“, so Christoph Runden, Klimaschutzmanager des Gebäudemanagements Emden (GME). Der 28-jährige Ingenieur, der seit Mai 2020 beim GME tätig ist, zeigt sich für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen bei den städtischen Liegenschaften im Sinne des Masterplans 100% Klimaschutz (Klimaneutralität in Emden bis 2050) verantwortlich. Zudem besteht seine Aufgabe darin, das Energiemanagement beim GME weiter zu optimieren. In diesem Rahmen analysiert er die in Frage kommenden städtischen Gebäude und stellt die entsprechenden neuen, verbrauchsorientierten Energieausweise aus. Durch die neu gewonnene interne Expertise können die Kosten für externe Dienstleister reduziert werden.

Die Energieausweise geben einen Überblick über die Heizenergie- und Stromverbrauchskennwerte des Gebäudes und stellen diese im Vergleich zu den Kennwerten der jeweiligen Gebäudekategorie dar. Damit lässt sich ein erster Eindruck zum energetischen Zustand des Gebäudes gewinnen.

Die Energieeinsparverordnung schreibt vor, dass alle behördlich genutzten Gebäude mit einer Fläche von mehr als 250 m² und regem Publikumsverkehr einen Energieausweis an einer gut sichtbaren Stelle aushängen müssen. Dies betrifft u.a. sämtliche Schulen und Verwaltungsgebäude. Auch das am 01.11.2020 in Kraft tretende Gebäudeenergiegesetz, welches die Energieeinsparverordnung zukünftig ersetzen wird, führt diese Pflicht fort.