Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Auflösung des Gettos Litzmannstadt

Oberbürgermeister Bernd Bornemann und Landschaftspräsident Rico Mecklenburg ehren mit Kranzniederlegung Opfer aus Emden, Aurich, Leer und Norden

Am 29.8.2019 nahmen Oberbürgermeister Bernd Bornemann, Landschaftspräsident Rico Mecklenburg und eine 15-köpfige Delegation aus Emden, Aurich und Leer unter der Leitung des zweiten Leeraner Bürgermeisters Bruno Schachner und des Emder Stadtarchivars sowie Vorsitzenden der Max-Windmüller-Gesellschaft, Rolf Uphoff, an der Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Auflösung des Gettos Litzmannstadt teil.

Die Veranstaltung fand in der als Gedenkstätte und Museum ausgebauten Station Radegast statt. Hier kam am 25.10.1941 der Zug mit den deportierten jüdischen Bürgern aus Emden, Aurich und Norden an. Die Deportierten aus Leer erreichten das Getto in Transporten aus den Orten, wohin sie im Frühjahr 1940 ausgewiesen worden waren. Von hier aus wurden im Frühjahr und Sommer 1942 die ostfriesischen Opfer zum Vernichtungslager Kulmhof am Ner (Chełmno nad Nerem) abtransportiert.

An der bewegenden Gedenkveranstaltung nahmen auch Schüler der BBS II mit ihren Partnerschülern vom polytechnischen Liceum teil. Unter der Leitung des kommissarischen Schulleiters Gero Conring arbeiteten sie an ein Video zum Lodz-Projekt, das am 27. Januar 2020 aufgeführt werden soll.

Die Mitglieder der Delegation absolvierten ein umfangreiches Programm, das ihnen die Stadt Lodz als Vier-Kulturen-Stadt näherbrachte. Zu den Höhepunkten gehörte der Besuch einer Ausstellung zum Postwesen im Getto, die im Staatsarchiv Lodz gezeigt wurde. Unter vielen Exponaten befand sich eine Karte des Emder Deportierten Aron van der Walde an Arnold Leufgen.

Bildunterschrift: OB Bernd Bornemann, Landschaftspräsident Rico Mecklenburg mit Gero Conring, Schülerinnen und Schülern der BBS II und des polytechnischen Liceums in Łódź und Schuldirektor Tomasz Kocera mit den Lehrerinnen Ola Jurek und Agnieszka Swića
Foto: Gero Conring