Stadt Emden lässt Waffen vernichten

Im November hat die Stadt Emden insgesamt etwa 350 Waffen und sonstige verbotene Gegenstände sowie etwa 100 Kilogramm Munition und Pyrotechnik vernichten lassen. Darunter 63 Langwaffen (Büchsen, Flinten, Luftgewehre), 160 Kurzwaffen (Pistolen, Revolver und Gas-/Signal-/Schreckschusswaffen) sowie etwa 130 verbotene Gegenstände wie z. B. Messer und Schlagstöcke. Die Gegenstände wurden in den vergangenen ca. drei Jahren bei der Stadt Emden von den bisherigen Besitzer*innen, Erb*innen beziehungsweise Finder*innen abgegeben oder von der Polizei eingezogen.

Die Waffen wurden zum Teil von deren Besitzer*innen aus Altersgründen oder aufgrund der Aufgabe des Schießsports oder der aktiven Jagd abgegeben. Darüber hinaus kommt es immer wieder vor, dass Erben die Waffen des/der Erblasser*in nicht übernehmen wollen oder können. Ebenso werden gelegentlich Waffen beispielsweise bei  Haushaltsauflösungen gefunden. Die Polizei zieht des Öfteren Waffen im Rahmen von Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Während Waffen im Ordnungswidrigkeitenverfahren für die Läge des Verfahrens zunächst bei der Stadt sicher gelagert werden und dann nach Ablauf der Fristen, zur Vernichtung gegeben werden, entscheidet im Strafverfahren die Staatsanwaltschaft oder ein Gericht über deren Vernichtung. Die Kosten der Vernichtung trägt das Land Niedersachsen. Die Stadt Emden als Waffenbehörde hat jedoch die Kosten für den Spezialtransport zur Vernichtung zu tragen.

Wer eine erlaubnispflichtige Waffe beim Tode des/der Waffenbesitzer*in oder aufgrund eines Fundes in Besitz nimmt, hat dies der zuständigen Waffenbehörde unverzüglich anzuzeigen. Im Erbfall besteht die Möglichkeit, dass der/die Erbe/Erbin die Waffe übernimmt, soweit er bereits über eine entsprechende waffenrechtliche Erlaubnis verfügt, die Waffen mit einem Blockiersystem versehen wird und sie dann von Erbe/Erbin übernommen werden kann, die Waffen an einen Berechtigten abgegeben oder letztendlich vernichtet wird. In jedem Fall hat die Anzeige bei der Waffenbehörde unmittelbar nach dem Tode des/der Waffenbesitzers/ -besitzerin zu erfolgen und nicht erst nach gegebenenfalls langwieriger Klärung der Erbschaftsverhältnisse.

Beim Auffinden einer Schusswaffe sollte immer besondere Vorsicht gelten:

  • Gehen Sie immer davon aus, dass die Schusswaffe geladen und schussbereit ist.
  • Sollten Sie selbst nicht wissen, wie Sie den Ladezustand der Waffe gefahrlos prüfen, lassen Sie die Waffe an Ort und Stelle liegen. Sichern Sie den Fundort ab. Dies gilt insbesondere, wenn Kinder in der Nähe sind.
  • Verständigen Sie sofort die Polizei oder Waffenbehörde. Diese holen dann die Waffe ab.
  • Das Führen einer Waffe ist in der Öffentlichkeit ohne entsprechende Erlaubnis verboten.
  • Das Überlassen von Waffen oder Munition an Nichtberechtigte ist strafbar.