Weitere Förderung für Freibad Borssum bewilligt

Der Bund stellt eine weitere Förderung für die Sanierung des Freibades in Borssum zur Verfügung. Dies ist heute im Bundestag beschlossen werden. Somit werden weitere rund 539.000 Euro bereitgestellt. Damit kann auch die Sanierung der wassertechnischen Anlagen durchgeführt werden. Im Jahr 2019 sind bereits rund 938.000 Euro bewilligt worden. 

"Ich bedanke mich ganz herzlich bei Johann Saathoff und den Abgeordneten des Bundestages. Es ist toll, dass wir die Sanierung des Freibades nun wie erhofft umsetzen können. Damit tragen wir wesentlich zur Jugendarbeit und dem Zusammenleben im Stadtteil bei", betont Oberbürgermeister Tim Kruithoff. 

Die Planungen der Gesamtkosten für die Sanierung des Bades liegen bei 3,3 Millionen Euro. Durch die zweite Förderung ist die gesamte Maßnahme gedeckt und die Sanierung kann durchgeführt werden. Horst Jahnke, Kämmerer der Stadt Emden, sagt: "Die Eigenmittel stehen im Haushalt 2020 zur Verfügung und sind bereits durch die Kommunalaufsicht genehmigt". Jahnke weiter: "Es gibt eine klare Vereinbarung mit dem Rat, dass die Maßnahme nur umgesetzt werden kann, wenn auch die Erneuerung der Technik gefördert wird - diese Zusage ist jetzt aus Berlin eingegangen,  dass ist ein sehr guter Tag für das Freibad Borssum und insbesondere für die Menschen im Stadtteil."

Michael Groneveld, Fachdienstleiter FD Schule und Sport und Thomas Sprengelmeyer, Fachbereichsleiter FB Jugend, Schule und Sport haben die Förderantragsstellung koordiniert und sie betonen: "Derzeit wird die baufachliche Prüfung zu den Maßnahmen aus dem ersten Förderantrag vorbereitet. Im Anschluss werden dann die ersten Ausschreibungen für Bauleistungen erfolgen."
 

 

Hintergrund im Oktober 2020: 
Bei der Schließung des Freibades sind die wassertechnischen Anlagen des Bades als vollumfänglich funktionierend kommuniziert worden. Mehrfach ist dies auch Thema am "Runden Tisch" gewesen und immer wurde sowohl seitens des Vertreters des Pächters (Wirtschaftsbetriebe) als auch der Vertreterin des Betreibers (GMF) bestätigt, dass die Technik kein Handlungsfeld darstellt.
Um trotz der Aussagen "auf der sicheren Seite zu sein" und einen reibungslosen Betrieb ab Mai 2022 sicherzustellen, sind zunächst der Gutachter Dejakum als später auch die Firma Thalen Consult GmbH, als zuständiges Planungsbüro für die Sanierung, durch die Verwaltung beauftragt worden, die bestehende Wasseraufbereitungsanlage zu überprüfen. Dabei hat sich gezeigt, dass die installierten technischen Anlagen des Freibades Borssum nicht vollumfänglich den Normen der DIN 19643 entsprechen.
Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es nach Einschätzung der Experten zwei Möglichkeiten für die Sicherstellung einer funktionstüchtigen Wasseraufbereitsungsanlage: Eine Komplettsanierung der Anlage läge laut Gutachten bei 1,2 Millionen Euro. Eine DIN-gerechte Sanierung der bestehenden Anlage würde etwa 800.000 Euro kosten. 
Die Verwaltung ist daraufhin seitens der antragsbewilligenden Stelle in Berlin ermutigt worden, einen zweiten Förderantrag zu stellen. Eine Bewilligung würde eine Förderung von maximal 45 Prozent ermöglichen. Demnach müsste sich die Stadt Emden mit einem Eigenanteil von 640.000 Euro beteiligen. Die Frist für die Antragsstellung endet am Freitag, dem 30. Oktober 2020. 
Eine entsprechende Vorlage steht für den Verwaltungsausschuss und den Sportausschuss sowie den Rat auf der Tagesordnung. Die Beschluss des Rates kann der Antragstellung nachgereicht werden. Die Verwaltung hat zunächst entschieden, einen Antrag zu stellen. Sollte der Rat zu einem anderslautenden Einschätzung kommen, wird dieser zurückgezogen werden. Der Oberbürgermeister hat deutlich gemacht, dass er einen politischen Beschluss hat, der ihn auffordert, dieses Projekt zu realisieren und nicht zu schauen, wie er es verhindern kann. Weiter wurde seitens der Verwaltung die hohe Bedeutung des Bades im sozialen Bereich (auch vor dem Hintergrund des Projektes „soziale Stadt“) als auch im sportlichen Bereich („Wettkampfbad“) herausgestellt. 
Eine Wiedereröffnung des Freibades Borssum im Mai 2022 hält die Stadtverwaltung nach wie vor für machbar.