Emden - Reformationsstadt Europas

Projekte und Aktivitäten

Der Arbeitskreis "Emden-Reformationsstadt Europas" hat bereits einige Projekte umgesetzt und möchte in den kommenden Jahren noch eine Reihe von Veranstaltungen und Aktivitäten entwickeln und durchführen.

  • In der Evangelischen Verlagsanstalt (Leipzig) ist eine umfassende Broschüre mit dem Titel "Orte der Reformation. Emden" erschienen (siehe unten).
  • Im Juni 2014 wurde die "Emder Reformationsroute" eröffnet. Sie führt entlang historisch signifikanter Bauwerke und Standorte und macht die Bedeutung Emdens als Reformationsstadt Europas anschaulich.
  • Auch die Stadteingangsschilder weisen auf die Auszeichnung Emdens hin: "Emden – Reformationsstadt Europas"
  • "Die Wahrheit ist untödlich – Martyrium und Protestantismus", lautete der Titel einer gemeinschaftlichen Ausstellung der Johannes a Lasco Bibliothek, des Ostfriesischen Landesmuseums Emden und der Mennonitengemeinde Emden/Norden in Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg (Projekt „Freiheitsraum Reformation“). Eine Tagung in der Johannes a Lasco Bibliothek war Auftakt der Ausstellung, die vom 26. Juli bis zum 31. Oktober 2014 zu sehen war.
  • Die Stadt Emden und ihre Projektpartner "Reformationsjubiläum 2017" präsentierten sich beim Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit am 2. und 3. Oktober 2014 in Hannover.
  • Der Arbeitskreis "Emden-Reformationsstadt Europas" brachte zum Reformationstag 2015 einen Kirchenführer für Kinder und Jugendliche heraus.
  • Die Stadt Emden und die Evangelisch-Reformierte Gemeinde präsentierten sich im Juni 2016 beim Ostfriesischen Kirchentag in Rhauderfehn.
  •  Ausblick in das Jubiläumsjahr 2017: Vom 29. bis zum 31. März ist Emden Schauplatz des "Europäischen Stationenwegs" der EKD. Von Mitte Mai bis Anfang November ist die Gemeinschaftsausstellung "Reformation und Flucht – Emden und die Glaubensflüchtlinge im 16. Jahrhundert" des Ostfriesischen Landesmuseums Emden und der Johannes a Lasco Bibliothek zu sehen. Das Thema "Ich bin fremd gewesen. 500 Jahre Reformation – 500 Jahre Migration" wird von Juni bis September auf der "Schepken Christi" im Delft in Szene gesetzt.

Orte der Reformation - Emden

Im Auftrag der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
hrsg. von J. Marius J. Lange van Ravenswaay,
Wolfgang Jahn und Klaas-Dieter Voß
Emden
Orte der Reformation | 13

Emden war Mitte des 16. Jahrhunderts ein wichtiger Ort der Reformation. Anders als heute gehörte Emden zu den größten Städten im Deutschen Reich und hatte zugleich auch den größten Seehafen Europas. Die politische Situation in Ostfriesland und das internationale Gepräge dieser Stadt bildeten den Hintergrund für die große Vielfalt reformatorischer Ansätze, die es hier gegeben hat. Emden wurde zu einem Sammelbecken religiös Verfolgter und zum Fluchtpunkt einer intellektuellen Elite, die von hier aus Einfluss auf die Entwicklung der Reformation in anderen europäischen Ländern nahm. Dies geschah nicht zuletzt durch den Druck und die Verbreitung andernorts verbotener Literatur. Die Stadt und ihre Kirche wurden deshalb als »Moederkerk« (Mutterkirche) der niederländischen Reformation bezeichnet. Am Ende verwandelte der sich hier durchsetzende Calvinismus Emden in einen quasiautonomen Stadtstaat.