Emden - Reformationsstadt Europas

Projekte und Aktivitäten

Der Arbeitskreis "Emden-Reformationsstadt Europas" hat bereits einige Projekte umgesetzt und möchte in den kommenden Jahren noch eine Reihe von Veranstaltungen und Aktivitäten entwickeln und durchführen. 

Jubiläumsjahr 2017
Vom 29. bis zum 31. März war Emden Schauplatz des "Europäischen Stationenwegs" der EKD. Der Europäische Stationenweg zum Reformationsjubiläum spürt bis Mai 2017 in 19 Ländern Geschichten und Orten der Reformation nach. Sein Geschichtenmobil machte Halt in Emden – Schauplatz war das Hafentor am Delft. Dort machte auch die historische Seetjalk Anne fest, die von Juni bis Ende August als Erlebnisort für 500 Jahre Reformations-, Migrations- und Integrationsgeschichte einlädt. 
Von Mitte Mai bis Anfang November ist die Gemeinschaftsausstellung "Reformation und Flucht – Emden und die Glaubensflüchtlinge im 16. Jahrhundert" des Ostfriesischen Landesmuseums Emden und der Johannes a Lasco Bibliothek zu sehen. Das Thema "Ich bin fremd gewesen. 500 Jahre Reformation – 500 Jahre Migration" wird von Juni bis Ende August auf der "Schepken Christi" im Delft in Szene gesetzt.
Hier finden Sie weitere Informationen zum Reformationsjubiläum in Emden.

Bildunterschrift: Auf der Tjalk "Anne" am Emder Hafentor: Kirchenpräsident Martin Heimbucher, Sven Kramer, Beauftragter der Reformierten Kirche für das Reformationsjubiläum, Matthias Haase, Vorsitzender des Vereins Historischer Schiffbau Ostfriesland, sowie Andreas Docter, Stadtbaurat Stadt Emden (von links)

Juli 2017
Was hatte Luther denn mit Emden zu tun?
Die "Reformationsstadt Emden" war für eine Woche zu Gast in Wittenberg / Es kamen interessierte Gäste aus aller Welt

Die „Reformationsstadt Emden“ war für eine Woche zu Gast in der Lutherstadt Wittenberg – und somit ein Teil der "Weltausstellung Reformation", die bis zum 10. September in Wittenberg zu sehen ist. Emden konnte sich in Wittenberg auf Einladung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, der Bremischen Evangelischen Kirche und der Evangelisch-reformierten Kirche mit Sitz in Leer in der "denkbar" präsentieren. Vor Ort stand die Reformationsbeauftragte der Stadt Emden, Silke Arends, den Besuchern während der gesamten Zeit als Ansprechpartnerin zur Verfügung.
"Die ,denkbar’ wird von vielen Wittenberg-Gästen frequentiert, denn sie befindet sich inmitten der Altstadt. Ich kam mit zahlreichen Besuchern aus den verschiedensten Ländern ins Gespräch. Viele fühlten sich besonders von dem Emder Stadtschild vor der ,denkbar’ angesprochen und wollten wissen, warum Emden den Titel ,Europäische Reformationsstadt’ trägt und was die Stadt mit Luther zu tun hat. Andere wiederum hatten die verschiedensten Verbindungen nach Emden – da kamen schon erstaunliche  Dinge zutage", beschreibt Silke Arends die Besucherresonanz.
Eine besondere Begegnung ergab sich mit dem amerikanischen Ehepaar Dr. Don und Mary Johnson aus Tampa (Florida). Es hatte das Emden-Stadtschild zufällig entdeckt und zeigte sich begeistert. Die Vorfahren des lutherischen Pastors Don Johnson stammen aus Emden und Umgebung und hatten nach ihrer Auswanderung in Illinois den Ort "Emden" mitbegründet. Bei reichlich Ostfriesentee, in traditionellem Teegeschirr serviert und gesponsert von Thiele Tee, konnte das amerikanische Ehepaar, das vor drei Jahrzehnten das letzte Mal in Ostfriesland war, viele Erinnerungen an die Seehafenstadt austauschen. Ins Gespräch kam es dabei auch mit vier Vertretern der Emder "Diaconie der Fremdlingen Armen", die nach Wittenberg gereist waren, um ihre traditionsreiche Gemeinschaft an zwei Tagen in der "denkbar" vorzustellen.
Außerdem war für einen Tag eine Delegation aus der Stadt Emden nach Wittenberg gekommen – zu ihr gehörten Stadtbaurat Andreas Docter, Bürgermeisterin Andrea Risius (CDU), kulturevents emden-Leiterin Kerstin Rogge-Mönchmeyer, SPD-Ratsmitglied Harald Hemken sowie FDP-Ratsmitglied Friedrich Busch. Sie wurden vom Präsidenten der Ostfriesischen Landschaft, Rico Mecklenburg, begleitet. Beim offiziellen Empfang in der "denkbar" begrüßte Andrea Risius die Gäste und hielt eine Ansprache.

Bildunterschrift: Diese Aufnahme entstand anlässlich des Stadtempfangs in der "denkbar" in der Wittenberger Altstadt. Das Foto zeigt (von links): Andreas Docter, Andrea Risius, Klaus Wiltfang, Harald Hemken, Dr. Don Johnson, Friedrich Busch, Heino Ammersken, Mary Johnson, Peter Bretzler, Kerstin Rogge-Mönchmeyer, Edzard Müller sowie Rico Mecklenburg.

Juni 2016
Die Stadt Emden und die Evangelisch-Reformierte Gemeinde präsentierten sich beim Ostfriesischen Kirchentag in Rhauderfehn.

Oktober 2015
Der Arbeitskreis "Emden-Reformationsstadt Europas" brachte zum Reformationstag 2015 den  Kirchenführer "Kirche entdecken" für Kinder und Jugendliche heraus.
Die erschienene 52-seitige Broschüre besteht aus zwei Teilen. Im ersten Abschnitt werden in einem Glossar verschiedene Räume und Gegenstände vorgestellt, die sich außerhalb der Kirchengebäude oder im Kircheninneren befinden. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die konfessionell bedingten Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Kirchenraum gelegt.
Im zweiten Abschnitt des Heftes werden sechs verschiedene Kirchen Falderns beschrieben, die die konfessionelle Vielfalt der Stadt Emdens verdeutlichen. Auch hier stehen die konfessionellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten, die im Kirchenraum sichtbar sind, im Vordergrund. Die Beschreibung von drei weiteren, historischen Gotteshäuser rundet den Kirchenführer ab.
Der Führer richtet sich zunächst an Kinder und Jugendliche, aber auch an interessierte Erwachsene sowie an Lehrer. Im Rahmen dieses Kirchenführers ist auch eine Arbeitsmappe mit Materialien für Kinder, Jugendliche, Lehrer und weitere Wissbegierige erschienen. Diese Materialien können als PDF-Datei heruntergeladen werden (siehe unten). Der Druck des Heftes wurde mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Emden möglich gemacht.

Die Broschüre ist erhältlich im Museumsshop des Landesmuseums sowie in der Johannes a Lasco Bibliothek.

Arbeitsmaterialien: Arbeitsblatt 1: Neue Kirche, Arbeitsblatt 2: Martin-Luther-Kirche, Arbeitsblatt 3: St. Michaels-Kirche, Arbeitsblatt 4: Mennoniten-Kirche, Arbeitsblatt 5: Altreformierte Kirche

Oktober 2014
Am 2. und 3. Oktober hat sich die Stadt Emden mit ihren kirchlichen Kooperationspartnern erfolgreich beim Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit in Hannover präsentiert. Der Emder Pavillon an der Kirchenmeile am Maschsee fand enormen Zuspruch – entsprechend wurde auch das eigens für diesen Anlass entwickelte Preisrätsel angenommen. Im Mittelpunkt des Interesses stand an beiden Tagen überdies die traditionsreiche "Diakonie der Fremdlingen Armen"; drei Diakone waren vor Ort, um die geschichtsträchtige Emder Institution vorzustellen.
Bildunterschrift: Die Ziehung der drei Gewinner nahmen die Diakone Hermann Wagenaar (rechts) und Klaus Wiltfang (zweiter von links) vor. Gemeinsam mit Silke Arends (Reformationsbeauftragte der Stadt Emden) und Stadtbaurat Andreas Docter (links) waren sie beim Tag der Deutschen Einheit in Hannover am Emder Pavillon vertreten. 

Juli bis Oktober 2014
"Die Wahrheit ist untödlich – Martyrium und Protestantismus", lautete der Titel einer gemeinschaftlichen Ausstellung der Johannes a Lasco Bibliothek, des Ostfriesischen Landesmuseums Emden und der Mennonitengemeinde Emden/Norden in Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg (Projekt „Freiheitsraum Reformation“). Eine Tagung in der Johannes a Lasco Bibliothek war Auftakt der Ausstellung, die vom 26. Juli bis zum 31. Oktober 2014 zu sehen war.

Juni 2014
Die "Emder Reformationsroute" wurde eröffnet. Sie führt entlang historisch signifikanter Bauwerke und Standorte und macht die Bedeutung Emdens als Reformationsstadt Europas anschaulich.

2014
Die Stadteingangsschilder weisen seit 2014 auf die Auszeichnung Emdens hin: "Emden – Reformationsstadt Europas"

2014
In der Evangelischen Verlagsanstalt (Leipzig) ist eine umfassende Broschüre mit dem Titel "Orte der Reformation. Emden" erschienen.
Im Auftrag der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
hrsg. von J. Marius J. Lange van Ravenswaay,
Wolfgang Jahn und Klaas-Dieter Voß
Emden