Emden - Reformationsstadt Europas

Die Emder Reformationsroute

Die Emder Reformationsroute markiert bedeutsame Stationen der Reformation - denn diese hat deutliche Spuren im Emder Stadtbild hinterlassen. Spuren, die trotz der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg gegenwärtig sind. Die Bedeutung des jeweiligen Routen-Standortes heben Stelen oder Tafeln hervor, die mit anschaulichen Texten und QR-Codes aufwarten. Der QR-Code eröffnet dem Betrachter einen Blick auf das historische Erscheinungsbild des Standortes vor dem Zweiten Weltkrieg.

Sehenswert wie informativ ist auch der Flyer, der für die Emder Reformationsroute entwickelt und mit einer historischen Straßenkarte hinterlegt wurde – er ist in Deutsch-Niederländisch sowie in Deutsch-Englisch konzipiert. "Von der Reformation zur Stadtgeschichte" ist der Flyer betitelt und lädt dazu ein, Emden vor diesem Hintergrund neu zu entdecken; Herausgeber dieses Faltblattes ist die Stadt Emden. Die Stadtführergilde hat zudem einen "Stadtrundgang auf den Spuren der Reformation" in ihr Programm aufgenommen.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Emder Reformationsroute gehört beispielsweise das Rathaus, dessen historische Glasfenster an die "goldene Zeit" der Stadt an der Ems erinnern. Eine Stätte der Reformation war auch die 1552 errichtete Klunderburg – einst Schauplatz des Emder Reformationsgesprächs von 1578 zwischen den Reformierten und den Mennoniten. An die Burg erinnert die gleichnamige Straße, an deren Ende die beiden "Pelzerhäuser" aufragen – die einzig erhaltenen Renaissancehäuser der Stadt. Nicht weit davon entfernt erstreckte sich die Emsmauer – einst südlichste Stadtbegrenzung und noch heute Fundament der Friedhofsmauer an der ehemaligen Großen Kirche. Dieses Gotteshaus wurde im 16. Jahrhundert zur "Moederkerk" der niederländischen Reformation. So ist auch die heutige Johannes a Lasco Bibliothek, die 1995 aus den Ruinen der Großen Kirche entstand, eine Station der Emder Reformationsroute – und in unmittelbarer Nachbarschaft gelegen – ebenso der Burgplatz, wo einst die ostfriesischen Grafen in der Emder Burg residierten.

Bildunterschrift: rechts: Oberbürgermeister Bernd Bornemann enthüllte im Beisein von kirchlichen Vertretern und Mitgliedern des Arbeitskreises „Emden – Reformationsstadt Europas“ die Stele vor der Johanna-Mühle auf dem Emder Stadtwall - sie gehört jetzt offiziell zur "Emder Reformationsroute". links: Glasfenster des Rathauses.

Gruppenführungen entlang der „Emder Reformationsroute“ mit der Stadtführergilde, der 14 aktive Stadtführer angehören, können über die Touristik Emden gebucht werden; Tel. 04921/97400, www.emden-touristik.de

Bildergalerie - Emder Reformationsroute