Port Arthur / Transvaal - Südliche Ringstraße

Energetische Stadtsanierung

Die Stadt Emden wurde im Jahr 2012 mit dem Quartier „Port Arthur/ Transvaal – Südliche Ringstraße“ als Pilotkommune für das neu initiierte KfW-Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung“ aufgenommen.

Das Förderprogramm ist Bestandteil des Energiekonzepts der Bundesregierung vom 28.09.2010. Zur Erreichung der Klimaschutzziele bis 2020 bzw. 2050 sind weitere Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in den Kommunen drin-gend erforderlich. Seit 2008 wird die Erstellung kommunaler Klimaschutzkonzepte für alle klimarelevanten Bereiche einer Kommune im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) finanziell unterstützt. Mit dem neuen KfW-Programm "Energetische Stadtsanierung" sollen vertiefte integrierte Quartierskonzepte zur Steigerung der Energieeffizienz der Ge-bäude und der Infrastruktur insbesondere zur Wärmeversorgung entwickelt und umgesetzt werden.

Für das Emder Quartierskonzept wurde das Quartier „Port Arthur/ Transvaal – südliche Ringstraße“ ausgewählt, da in diesem Bereich v.a. aufgrund des relativ alten Gebäudebestandes ein großes CO2-Einsparpotentzial vorhanden ist und somit grundsätzlich viele Möglichkeiten zu einer Verbesserung der energetischen Situation vorhanden sind.

Das energetische Quartierskonzept, das seit November 2013 vorliegt, dient der Stadt Emden als strategisches Instrument, Entscheidungsgrundlage und Steuerungsinstrument der weite-ren Stadtentwicklung und der Verfolgung der zentralen Ziele des Energiekonzepts der Bundesregierung. Es werden Ansätze zur Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und des Einsatzes Erneuerbarer Energien, unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, sozialer und struktureller Belange, dargelegt.

Neben den energetischen Einspareffekten können durch die Umsetzung des integrativen Konzeptes weitere positive Effekte durch städtebauliche Maßnahmen (z.B. zur Wohnumfeldaufwertung) sowie Maßnahmen der Freiraumentwicklung erreicht werden, die einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Gesamtquartiers leisten.

Der Maßgabe eines integrativen Ansatzes folgend wurden im Rahmen der Konzepterarbeitung alle relevanten Akteure eingebunden und die Öffentlichkeit mit einbezogen. Hierzu wurden am 12.11.2012 eine Bürgerversammlung und darauf aufbauend bisher 4 Arbeitskreissitzungen (bestehend aus dem Projektteam sowie Akteuren aus dem Stadtteil (Wohnungswirtschaft, Anwohner, Stadtwerke, Vereine) durchgeführt.

Das Gutachten hat auf Grundlage einer umfangreichen Analyse des Quartiers verschiedene Handlungsfelder ermittelt, in denen jeweils umfangreiche Maßnahmenpakte zur Erreichung der Einsparziele dargestellt sind. Die Handlungsfelder inkl. der dort genannten und priorisierten Maßnahmen sind Hauptbestandteil des Quartierskonzeptes und sollen der Stadt Optionen aufzeigen, wie die energetische Sanierung im Quartier PAT in den nächsten 10 Jahren umzusetzen ist.

Hervorzuheben sind folgende Handlungsfelder, die einen wesentlichen Beitrag zur Minderung der CO2-Emissionen leisten können:

  • Gebäudesanierung
  • Energieversorgung
  • Mobilität
  • Öffentlichkeitsarbeit und Beratung 

Um die Umsetzung der Maßnahmen weiter zu begleiten sieht das KfW-Förderprogramm nach Vorlage des Konzeptes den Einsatz ein sog. Sanierungsmanagement für 3 Jahre vor.

Ein entsprechender Antrag der Stadt Emden wird derzeit vorbereitet.
Das Sanierungsmanagement hat u.a. folgende Aufgaben:

  • Konzeptumsetzung planen und begleiten
  • Akteure aktivieren und vernetzen
  • Maßnahmen koordinieren und kontrollieren
  • zentraler Ansprechpartner für Fragen zu Finanzierung und Förderung

Entwürfe des Projekts

Gutachten zum "Integrierten energetischen Quartierskonzept Port Arthur/Transvaal - Südliche Ringstraße"