Notbetreuung Schule und Kitas

Einrichtung von Notfallgruppen in den Emder Kindertagesstätten im Rahmen der Schutzmaßnahme COVID-19 nach § 28 Abs. 1 des Infektionsschutzgesetzes.

Entsprechend der Weisung der Niedersächsischen Landesregierung ist der reguläre Betrieb von Kindertagesstätten (Krippen, Kindergärten und Horten) und Schulen weiterhin bis zum 31.07.2020 untersagt. Ausgenommenen ist eine Notbetreuung in kleinen Gruppen. Eine Notbetreuung ist auf das notwendige und epidemiologisch vertretbare Maß zu begrenzen.

Eine flexible und stufenweise Erweiterung der Notbetreuung und des Unterrichtsbetriebes in Schulen wird durchgeführt.

In Absprache mit den Trägern der Emder Kitas und den Schulleitungen hat die Stadtverwaltung folgende Regelungen zur Einrichtung von Notfallgruppen erstellt.

Notfallplätze stehen ausschließlich für Kinder von Eltern aus folgenden Berufsgruppen zur Verfügung:

  • Beschäftigte/r im Gesundheitsbereich, medizinischen Bereich und pflegerischen Bereich,
  • Beschäftigte/r zur Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen,
  • Beschäftigte/r im Bereich der Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr,
  • Beschäftigte/r im Vollzugsbereich einschließlich Justizvollzug, Maßregelvollzug und vergleichbare Bereiche.
  • Beschäftigte/r, die in stationären, erlaubnispflichtigen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind.
  • Beschäftigte/r im Bereich der Energieversorgung (etwa Strom-, Gas-, Kraftstoffversorgung),
  • Beschäftigte/r im Bereich der Wasserversorgung (öffentliche Wasserversorgung, öffentliche Abwasserbeseitigung),
  • Beschäftigte/r im Bereich Ernährung und Hygiene (Produktion, Groß- u. Einzelhandel),
  • Beschäftigte/r im Bereich der Informationstechnik u. Telekommunikation (insb. Einrichtung zur Entstörung u. Aufrechterhaltung der Netze),
  • Beschäftigte/r im Bereich Finanzen (Bargeldversorgung, Sozialtransfers),
  • Beschäftigte/r im Bereich Transport u. Verkehr (Logistik für die kritische Infrastruktur, ÖPNV),
  • Beschäftigte/r im Bereich der Entsorgung (Müllabfuhr),
  • Beschäftigte/r im Bereich Medien u. Kultur- Risiko- u. Krisenkommunikation

Bei Inanspruchnahme der Notbetreuung ist sehr darauf zu achten, dass eine dringende Notwendigkeit besteht. Es sind vorher sämtliche andere Möglichkeiten der Betreuung auszuschöpfen. Die Sorgeberechtigten müssen den Notbedarf bei der jeweiligen Kita-Leitung beziehungsweise im Sekretariat der jeweiligen Schule anmelden und schriftlich bestätigen, dass sie aus den oben genannten Gründen auf eine Notbetreuung ihrer Kinder angewiesen sind und keine andere Betreuungsmöglichkeit haben.

Besondere Härtefälle (etwa bei drohender Kündigung, erheblichen Verdienstausfall, Krankheit) werden individuell betrachtet. Diese werden mit dem jeweiligen Nachweis von der Leitung der Kindertagesstätte oder der jeweiligen Schulleitung an die Verwaltung zur Überprüfung weitergeleitet.

Für den Bereich der Kindertagesstätten gilt:
In jeder Einrichtung können pro Regelgruppe eine Notbetreuungsgruppe für die regulär dort betreuten Kinder zu den regulären Öffnungszeiten eingerichtet werden.

Ab dem 11.05.2020 gilt:
Gemäß Verordnung beträgt die zulässige Höchstzahl der betreuten Kinder in Notgruppen unter Berücksichtigung der räumlichen, personellen und organisatorischen Kapazitäten max. 13 Kinder im Ü3-Bereich, 8 Kinder in Krippen und 10 Kinder in Hort und Schulkindbetreuung.
Ab diesem Zeitpunkt sollen Kinder mit Unterstützungsbedarfen, insbesondere Sprachförderbedarf und auch Vorschulkinder besonders berücksichtigt werden.

Frühestens ab Ende Juni wird das Ende der Notbetreuung eingeläutet und der Regelbetrieb wird bis Ende Juli sukzessiv eingeführt.

Für den Bereich der Schule gilt:
Der Unterrichtsbetrieb wird wieder schrittweise aufgenommen. Notfallgruppen können für Schüler*innen bis Jahrgang 8 eingerichtet werden. Sie besteht aus max. 10 Schüler*innen, die je nach Gruppenzusammensetzung von 1-2 Personen betreut werden.

Mittagsverpflegung in Kitas:
Die Verpflegung wird individuell von jeder Kindertagesstätte den Belegungszahlen angepasst, so dass z.B. kleine Notgruppen ihre Verpflegung mitbringen müssen und in großen Notgruppen die reguläre Verpflegung durch die Kita wieder angeboten werden kann. 

Mittagsverpflegung in der Schule:
Die Eltern werden gebeten, ihren Kindern genügend Verpflegung mitzugeben.

Appell an die Eltern:
Grundsätzlich gilt:
Um ihr Kind und andere Kinder zu schützen, nutzen Sie dieses Angebot nur im äußersten Notfall!


Stand: 11.05.2020

Antrag auf Notbetreuung