BILDUNG leben in Emden

Bildung ist für die Bürger und die Entwicklung der Stadt eines der zentralen Themen.

In der Stabsstelle Sozialplanung werden zur Weiterentwicklung und Verbesserung der Bildungsangebote in Emden in enger Abstimmung mit den Leitungen der Fachbereiche Gesundheit und Soziales sowie Jugend, Schule und Sport aktuell vier miteinander verzahnte Förderprogramme umgesetzt. In allen Programmen geht es um die Vielfalt des Lernens im Lebensverlauf.

Bildungsstrukturen entwickeln

(Förderprogramm "Bildung integriert" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds der EU, Laufzeit 1.6.2016 - 31.5.2019)

Bildung umfasst ein ganzes Leben, viele Orte und wird von unterschiedlichen Akteuren begleitet, initiiert, gestaltet und gelebt. Mit Hilfe des Programms "Bildung integriert" wird ein Sozialisations- und Bildungsmanagement aufgebaut, das die vielen Bildungsakteure in der Kommune vernetzt und verteilte Zuständigkeiten bündelt. Bildungskonferenzen sind dabei wichtige Orte für den Austausch und die Erarbeitung von Bildungszielen.

Die Basis dafür ist ein Bildungsmonitoring, in dem mit Hilfe von Daten, Entwicklungen, Trends und Herausforderungen für die Bildung in Emden erfasst, frühzeitig erkannt und dargestellt werden. Die Ergebnisse der Datenanalysen werden in Bildungsberichten veröffentlicht.

Ein weiteres wesentliches Element ist die Entwicklung eines übergreifenden Beratungsangebotes für das Lernen im Lebenslauf, das die Begleitung der Lernenden über einzelne Bildungsabschnitte hinaus gewährleistet.

Ansprechpartner: Birgit Eiklenborg, Tel: 04921/87-1665 (Sozialisations- und Bildungsmanagement); Elisabeth Szag, Tel: 04921/87-1414 und Martin Schabler, Tel: 04921/87-1335 (Bildungsmonitoring)

Flüchtlinge integrieren

(Förderprogramm "Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Laufzeit 1.8.2016-31.7.2018)

Neuzugewanderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene brauchen Kindergarten- und Schulplätze, Aus- und Weiterbildungsangebote, die Anerkennung von Abschlüssen und – vor allem – Sprach- und Integrationskurse.

Der Bildungskoordinator unterstützt die Bildungsträger und andere Bildungsakteure in Emden in ihrer Aufgabe, Angebote und Hilfen bereitzustellen. Er arbeitet in engen Kontakt mit der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe und sucht über das Netzwerk Integration und neue Arbeitsgruppen nach Wegen, wie dem Bedarf an zusätzlichen Bildungsangeboten möglichst schnell entsprochen werden kann. Dabei werden auch die Vereine sowie die vielen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger einbezogen. Eine wichtige Aufgabe in der Startphase war die Erarbeitung und Abstimmung einer kommunalen Sprachförderrichtlinie zur gezielten Erweiterung des Sprachförderangebotes.

Ansprechpartner: Naeim Ghorbanpour, Tel: 04921/87-1340

Neuzugewanderte in der deutschen Sprache fördern

(Förderprogramm Sprachförderkoordinierung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, Laufzeit 1.7.2017-31.12.2020) 

Für die Sprachförderung der Neuzugewanderten ist eine zusätzliche Koordinationskraft tätig.  Eine Hauptaufgabe ist die Planung und Abstimmung des Sprachkursangebotes für alle erwachsenen Neuzugewanderten mit den verschiedenen Anbietern. Das jeweils aktuelle Kursangebot wird über die Internetseite der Stadt Emden regelmäßig veröffentlicht. Ein zweites Aufgabenfeld ist die Koordination der Aktivitäten im Kompetenzentwicklungszentrum Emden (ehemalige Barenburgschule).

Die Sprachförderkoordinierung ist außerdem eingebunden in das Kompetenzfeststellungsverfahren und die Beratung der neuzugewanderten schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen unter der Federführung des Bildungskoordinators. Dabei handelt sich auch um eine Hilfestellung für die aufnehmenden Schulen, durch die Stärken und Schwächen ermittelt und notwendige Fördermaßnahmen frühzeitig eingeleitet werden können.

Ansprechpartner:
Thorsten Fricken, Sprachförderkoordinator, Tel. 0175 472 9370

Bildungsstrategien für junge Geflüchtete entwickeln

(Förderprogramm "impakt integration" der Wübben Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, (Laufzeit 1.9.2016-31.12.2018)

Jugendliche, die neu in Deutschland ankommen, brauchen für ein eigenständiges Leben eine umfassende Unterstützung durch Bildungsangebote und Arbeitsmarktzugänge. Der Bildungskoordinator trägt die vorhandenen Angebote für die nicht mehr schulpflichtigen 18–25 jährigen Neuzugewanderten in einem Förderkatalog zusammen. Hieraus wird mit den Anbietern eine Förderkette erarbeitet, in der Angebotslücken geschlossen und verschiedene Maßnahmen im Bildungsverlauf systematisch miteinander verknüpft sind. Die Bildungsstrategie berücksichtigt unterschiedliche Lernvoraussetzungen – und verläufe und will Wege in den Arbeitsmarkt vereinfachen und verkürzen. Dabei spielt auch eine neue Form der Beratung eine große Rolle.

Ansprechpartner:
Naeim Ghorbanpour, Tel. 04921/87-1340
Elisabeth Szag, Tel: 04921/87-1414

Über Entwicklungen in den Programmbausteinen und im Themenfeld Bildung findet im Rahmen der Bildungsregion Ostfriesland ein Austausch mit anderen Kommunen statt. Die Treffen werden durch das Bildungsbüro der Ostfriesischen Landschaft in Aurich organisiert.

Die Programmaktivitäten werden begleitet und unterstützt durch die Transferagentur Niedersachsen und gefördert durch: