Die Stadt Emden führt im Zuge der im letzten Jahr neu eingerichteten Jugendhilfeplanung von November bis Dezember eine online-Befragung unter älteren Grundschulkindern und Jugendlichen durch. Damit wollen die Verantwortlichen im Fachbereich Jugend, Schule und Sport und der Planung direkt von den jungen Menschen in Emden erfahren, wie sie ihren Alltag erleben, was sie bewegt, welche Angebote ihnen wichtig sind und was ihnen vielleicht fehlt.
Die Beteiligung der jungen Menschen am Planungsprozess ist nicht nur ein grundlegender und rechtlich verankerter Schritt, sondern darüber hinaus der Stadt Emden auch ein wichtiges Anliegen. "Eine so umfassende Befragung in der frühen Phase der Bedarfsplanung ist ein neues Instrument, mit dem wir mehr über den Alltag und die Sichtweisen unserer Jugendlichen erfahren und ihre Anliegen besser verstehen wollen", erklärt Edda Bönsch, die durchführende Jugendhilfeplanerin.
Der Fragbogen führt die Teilnehmenden durch einen typischen Tag – vom Aufstehen am Morgen, dem Weg zur und der Zeit in der Schule, der Freizeitgestaltung am Nachmittag bis hin zum Abend. Dabei werden auch die Themen Familie, Mitwirkung, Zukunftsvorstellungen, Sorgen, genutzte Hilfen und Unterstützungsbedarf angesprochen.
Der Fachbereich Jugend, Schule, Sport ist davon überzeugt, dass die Ergebnisse der Befragung der kommunalen Jugendhilfe nicht nur Bestandsaufnahmen liefern, sondern konkrete und praxisrelevante Hinweise darauf geben, wie Angebote, Strukturen und Planungen systematisch kinder- und jugendgerechter gestaltet werden können. Aus den Rückmeldungen lassen sich Bedarfe und Lücken in der Versorgung identifizieren, Prioritäten für die Weiterentwicklung von Freizeit- und Förderangeboten ableiten und zielgruppenspezifische Anpassungen in der Angebotsgestaltung vornehmen. Zudem ermöglichen die Ergebnisse eine bessere Abstimmung zwischen Trägern, Schulen und Sportvereinen, unterstützen die ressourcenorientierte Planung und liefern eine fundierte Grundlage für politische Entscheidungen, Qualitätsentwicklung und die Evaluation bestehender Maßnahmen.
Der Fachbereich sieht in der Befragung somit ein zentrales Instrument, um Partizipation zu stärken und die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern. Oberbürgermeister Tim Kruithoff begrüßt gleichermaßen diese Form der Beteiligung: "Wenn wir die Perspektiven junger Menschen ernst nehmen und aktiv in unsere Planungen einbeziehen, profitieren wir davon in allen Bereichen – von Bildung und Stadtentwicklung bis hin zu Sport und Kultur. Die Beteiligung der Jugend ist ein Gewinn für unsere gesamte Stadt."
Die Befragung wird über die offiziellen Social Media Kanäle der Stadt und durch Plakate beworben. Über bestehende Arbeitskontakte werden Schulen, Jugendeinrichtungen, Sportvereine und weitere Treffpunkte aktiv eingebunden; Lehrkräfte und Mitarbeitende erhalten vorbereitete Informationsmaterialien, damit das Beteiligungsangebot dort ankommt, wo Kinder und Jugendliche ihren Alltag verbringen. Die Teilnahme ist digital möglich, die Fragen sind einfach formuliert sowie in mehreren Sprachen verfügbar.
Die Befragung ist selbstverständlich anonym und datenschutzkonform. Zu finden ist sie unter dem folgenden Link: www.emden.de/jugendbefragung
