Integrierte Sozialplanung

Die Aufgabe der kommunalen Sozialplanung ist es, die unterschiedlichen Führungsebenen der Verwaltung, die Politik sowie die Bürger*innen über die soziale Entwicklung, sich abzeichnende Problemlagen und Handlungsbedarfe zu informieren. Die integrierte Betrachtungsweise verschiedener Fachplanungen eröffnet bei der Gestaltung des Demographischen Wandels eine neue Perspektive und bietet Chancen Versorgungsstrukturen zielgenauer und bedarfsgerechter zu planen.

Dies geschieht durch eine regelmäßige Bestands- und Bedarfsanalyse der Sozialstrukturdaten, der Lebenslagen und der sozialen Infrastruktur. Anhand der Beobachtung von Veränderungsprozessen werden Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung abgeleitet und diese wiederum auf ihre Wirkung hin überprüft (Daten – Taten – Daten).
 

Sozialräume

Die Sozialplanung beobachtet und untersucht spezifische Lebenszusammenhänge und Teilhabechancen in Sozialräumen. Unter Sozialräumen verstehen wir kleinere, überschaubare Lebensräume von Bewohnern mit einer bestimmten geografischen Ausdehnung. Sie sind in der Regel durch eine weitgehend gleiche Bauweise und soziale Zusammensetzung der Wohnbevölkerung geprägt.

Sozialräume ermöglichen

  • die Darstellung kleinräumiger Strukturen, Probleme und Entwicklungsvorhaben;
  • die Darstellung von sozialer Ungleichheit und Unterversorgungslagen im Querschnitt und Zeitverlauf;
  • die Ermittlung von besonderen Bedarfsgruppen und Gebieten mit besonderem Handlungsbedarf.

Für die öffentliche Darstellung der sozialräumlichen Situation wird aktuell der KECK-Atlas der Bertelsmann Stiftung verwendet. Hier kann man sich verschiedenste Sozialdaten einzeln auswählen und in Karten, Diagrammen und Tabellen anzeigen lassen.
 

Die sozialräumliche Gliederung der Stadt Emden

Die sozialräumliche Gliederung ist ein in mehreren Ebenen aufgebautes Beobachtungssystem; Sozialraum, Statistischer Bezirk, Stadtbereich, Stadtgebiet (von klein nach groß):

Für eine sehr kleinräumige Betrachtung wurden 2015 im Stadtgebiet zunächst 40 Sozialräume und 12 Umlandgebiete abgegrenzt (siehe Basisbericht Sozialplanung). So wurde das Stadtzentrum in sieben Sozialräume aufgeteilt, die sich an den historischen Vierteln orientieren. Auf dieser Ebene lässt sich insbesondere der demographische Wandel sehr differenziert beobachten.

Statistische Bezirke sind Teilgebiete (einzelne größere Sozialräume oder zusammengesetzte benachbarte Sozialräume), in denen mindestens 1000 Einwohner leben. Zum Beispiel besteht der statistische Bezirk Früchteburg aus zwei Sozialräumen: den Wohnbereichen nördlich der Schützenstraße und dem südlichen Bereich, der stark von großen Kultur- und Bildungseinrichtungen geprägt ist. In den statistischen Bezirken können alle verfügbaren Daten hinreichend anonymisiert betrachtet werden. Seit 2018 werden Sozialraumanalysen vorwiegend für diese Gebietsebene durchgeführt.

Für besondere Themen und statistische Analyseverfahren sind die 30 statistischen Bezirke noch einmal zu acht Stadtbereichen mit mindestens 4000 Einwohnern zusammengefasst. Aus Früchteburg, Conrebbersweg und Constantia wurde beispielweise den Stadtbereich Westliche Innenstadt gebildet.

Alle Daten für die Teilgebiete gibt es auch als Durchschnittwert für die Gesamtstadt. Ergänzend hierzu werden im Sozialmonitoring ausgewählte Daten aus amtlichen Statistiken, die nicht kleinräumig zur Verfügung stehen, wie z.B. die Arbeitslosenquote oder das Pendlersaldo nur für das Stadtgebiet erfasst.

Ansprechpartner*innen

Name
Zimmer
Aufgabe
Telefon & Fax
Zimmer:312
Sozialplanung, Berichterstattung
Telefon: 87 - 13 32
Zimmer:312
Sozial- und Bildungsmonitoring
Telefon: 87 - 13 52
Zimmer:307
Fachdienstleiter
Telefon: 87 - 13 35

Fachdienst Integrierte Planung, Steuerung und Service

Standort:
Verwaltungsgebäude III
Maria-Wilts-Straße 3
26721 Emden

Postfach 2254
26702 Emden