Die Gleichstellungsbeauftragte
Die Gleichstellung von Frau und Mann - das ist das Ziel!
Die Aufgabe der Gleichstellungsbeauftragten ist es, auf kommunaler Ebene die im Grundgesetz Artikel 3, Abs. 2 festgeschriebene Gleichberechtigung von Männern und Frauen umzusetzen und auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinzuwirken.
Die Themen Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Steigerung der Erwerbsbeteiligung von Frauen und die Berufsorientierung von jungen Menschen nehmen angesichts des demografischen Wandels eine immer größere Bedeutung ein.
In Form von verschiedenen Maßnahmen wird von der Gleichstellungsstelle auf die Fragen der Vereinbarkeit und Erwerbsbeteiligung reagiert. Um Frauen und Männern eine gleichberechtigte Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen zu ermöglichen, bildet ein Leben ohne Gewalt eine elementare Voraussetzung. Diesbezüglich wurden in der Stadt Emden vielfältige Maßnahmen entwickelt, um dem Ziel der Gewaltfreiheit näher zu kommen.
Kontakt
Gleichstellungsbeauftragte Gaby Philipps
Frickensteinplatz 2
26721 Emden
Postfach 22 54
26702 Emden
Zimmer: 233
Tel.: (0 49 21) 87 - 12 99
Fax: (0 49 21) 87 - 10 12 99
gleichstellung(at)emden.de
Veranstaltungen/Projekte/Ausstellungen/Veröffentlichungen
‚Was ich anhatte…‘ - Wanderausstellung gegen sexualisierte Gewalt

11.1. bis 1.2.2026
Di. bis So. 10-17Uhr
Ostfriesisches Landesmuseum Emden, Brückstraße 1
Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei.
Eine Ausstellung, deren Besuch für manche Menschen nur schwer erträglich sein wird, zeigt das Ostfriesische Landesmuseum Emden vom 11. Januar bis 1. Februar 2026.
Die Ausstellung "Was ich anhatte…" thematisiert sexuelle Gewalt und lässt die Realität der Geschehnisse für die Betroffenen spürbar werden. Mit seiner betonten Sachlichkeit verankert der Titel das Thema direkt in unseren Alltag. Mit Absicht: Es geht hier um tatsächlich Passiertes und wir begegnen der Tat über die Kleidung der Betroffenen.
Die Exponate haben es in sich: Zu sehen sind diejenigen Kleidungsstücke, die Betroffene zum Tatzeitpunkt trugen. Kleidung fast wie im eigenen Kleiderschrank.
"Was ich anhatte..." ist eine leise Ausstellung, die reduziert auftritt. Aber genau diese Eigenschaft macht sie stark, denn sie schafft Nähe. In dieser Ausstellung geht es um Sensibilität - für die Betroffenen und für das Thema selbst.
Zitat: "Ich habe es nie kommen sehen. Ich hätte mich ehrlich gesagt NIE in dieser Situation gesehen."
"In der Ausstellung ‚Was ich anhatte …‘ berichten zwölf Frauen und Mädchen von sexuellen Übergriffen, die sie selbst erlebt haben. Sie wollen nicht mehr schweigen und Opfer sein, sondern anderen Frauen Mut machen, sich zu öffnen," kündigt Museumsdirektorin Jasmin Alley an. Franzi, Angela, Bibi, Caro, Anika, Franca … – die Frauen sind unterschiedlich alt, leben an verschiedenen Orten und ihre Namen sind geändert, doch sie alle haben Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt.
‚Was ich anhatte ...‘ ist eine Wanderausstellung, in der die Betroffenen die Taten durch die Kleidung, die sie währenddessen trugen, öffentlich machen. Die jüngste war zur Tatzeit sechs Jahre alt, die älteste Teilnehmerin ist über achtzig Jahre alt. Zu sehen ist in der Ausstellung größtenteils die Original-Kleidung der Frauen. Wenn diese nicht mehr existiert, ist sie nach den Vorgaben der Frau in Secondhand-Läden nachgekauft worden. Die jeweiligen Berichte zum Kleidungsstück und zu den Taten sind unverändert.
‚Was ich anhatte …‘ ist ein aufrüttelndes und gleichzeitig berührendes Projekt, das für das Thema sexualisierte Gewalt gegen Frauen sensibilisieren und mobilisieren soll. Als Wanderausstellung thematisiert das Projekt künstlerisch sexualisierte Gewalt gegen Frauen. Im Vordergrund steht das Erzählen der Betroffenen über erlebte sexualisierte Gewalt und Beschreibungen dessen, was Täter durch die Tat bei ihnen verursacht haben. "Frauen werden nicht vergewaltigt, weil sie einen Minirock tragen. Hier herrscht eine Täter Opfer Verkehrung, auch victim blaming genannt, vor," erläutert Beatrix Wilmes, Kuratorin und Dokumentarfilmerin sowie Urheberin der Ausstellung. Die Frauen werden zu Täterinnen gemacht, weil sie die ‚falsche Kleidung‘ getragen haben. Auf diese falsche Opferschuld will die Ausstellung hinweisen.
Gefördert und unterstützt wird die Ausstellung im Ostfriesischen Landesmuseum Emden von den Kooperationspartner*innen Zonta Club Leer-Ostfriesland, dem Bündnis Gewaltprävention Emden und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Emden.
Rahmenprogramm:
Präsenz von verschiedenen Mitgliedern des ‚Bündnis Gewaltprävention Emden‘ in der Ausstellung:
Eröffnungsveranstaltung Sonntag 11.1., Dienstag, 13.1., Donnerstag, 15.1., Dienstag, 20.1., Donnerstag, 22.1., Samstag, 24.1., Dienstag, 27.1. , Donnerstag, 29.1. und Sonntag, 1.2.2026, jeweils 15:00 – 17:00 Uhr
Weitere Informationen:
www.wasichanhatte.de und www.landesmuseum-emden.de
Eröffnungsveranstaltung
Rund 60 Gäste besuchten am Sonntag, den 11. Januar, die Eröffnung der Sonderausstellung „Was ich anhatte …“ . In ihren Ansprachen betonten Ausstellungsmacherin Beatrix Wilmes und Oberbürgermeister Tim Kruithoff, dass sexualisierte Gewalt ein gesamtgesellschaftliches Thema ist. „Jeder sexuelle Übergriff ist eine Grenzüberschreitung, die der Täter zu verantworten hat“, so der Oberbürgermeister. Seine komplette Rede finden Sie hier.
WALK & TALK - Frauenspaziergänge in Emden
Neues Angebot für Frauen in Emden als Kooperation der Ev. Familien- Bildungsstätte Emden, der Villa am Ring und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Emden
Bei dem rund einstündigen Spaziergang treffen sich Frauen jeden Alters und jeder Herkunft in einer entspannten Atmosphäre, gehen miteinander an unterschiedlichen Orten und auf verschiedenen Routen in Emden spazieren und kommen dabei locker und zwanglos miteinander ins Gespräch.
Eingeladen sind alle Frauen aus Emden und Umgebung. Ob allein, zu zweit oder als Gruppe: Alle Frauen sind herzlich willkommen!
Kommt vorbei, lasst uns zusammen spazieren gehen, Emden erleben, uns dabei kennenlernen und austauschen!
Lebendiger Frauenkalender 2026
Der „Runde Tisch FrauenLeben in Ostfriesland gestern-heute-morgen“ stellt den Lebendigen FrauenKalender 2026 vor. Der Kalender bietet auch im neunten Jahr des Erscheinens eine vielfältige Auswahl an Veranstaltungen, Begegnungen und kulturellen Höhepunkten.
Das Jahr beginnt mit einem Doppel-Vortrag über Künstliche Intelligenz für Frauen, den Interessierte online verfolgen können. In Emden gibt es im Ostfriesischen Landesmuseum anlässlich des Internationalen Frauentages eine Führung von Frauen für Frauen. Die Rolle von Frauen auf der Flucht nach dem Zweiten Weltkrieg wird in der Gedenkstätte Tidofeld näher betrachtet. Die Journalistin Andrea Röpke untersucht den Einfluss politisch rechter Strömungen auf unsere Gesellschaft. Weitere spannende Themen erwarten die Gäste in jedem Monat.
Die Veranstaltungen sind über die gesamte Ostfriesische Halbinsel verteilt, ein Vortrag kann online verfolgt werden. Personen jeglichen Geschlechts sind eingeladen. Die Mehrzahl der Angebote ist kostenfrei. Der Lebendige FrauenKalender 2026 liegt in vielen Kommunen, öffentlichen Einrichtungen, Volkshochschulen und Touristikbüros ab Mitte Dezember aus.
In Emden gibt es den Kalender in Papierform in den Tourist Informationen in der Welle und am Hauptbahnhof, im Ostfriesischen Landesmuseum Emden, in der Volkshochschule Emden, in den Gemeinwesen-Standorten, in der Johannes a Lasco Bibliothek und im Gleichstellungsbüro.
Weitere Informationen und aktuelle Angebote zu „FrauenLeben in Ostfriesland gestern-heute-morgen“ gibt es unter
Wegweisende Frauen
Emder Straßen, die nach Frauen benannt sind
18 Straßen sind in der Stadt Emden nach Frauen benannt, deren Lebensweg und Wirken sind jetzt in einer Broschüre dargestellt.
Broschüre "Wegweisende Frauen"
frauenORT Emden – Antje Brons
Mit der Initiative frauenORTE Niedersachsen eröffnet der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. neue Wege im Kulturtourismus. Erstmals werden landesweit Stadt- und Regionalgeschichte aus dem Blick von historischen Frauenpersönlichkeiten dargestellt und einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Die Initiative will auch dazu beitragen, dass Frauengeschichte und -kultur einen festen Platz im Spektrum kulturtouristischer Angebote erhält.
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