Fairtrade-Stadt

Emden ist Fairtrade-Stadt

Seit Oktober 2015 ist Emden "Fairtrade-Stadt". Die Auszeichnung wird an Kommunen vergeben, die sich in besonderer Weise um die Förderung des Fairen Handels verdient gemacht haben. Emden trägt als 365. Stadt in Deutschland den begehrten Titel.

Die Kampagne "Fairtrade Towns" wurde von dem Verein TransFair-Fairtrade Deutschland initiiert. Der Verein setzt sich für den Fairen Handel ein und vergibt für Deutschland das blauschwarze Fairtrade-Siegel. Über 390 Kommunen in ganz Deutschland beteiligen sich an der Kampagne. Dieses gemeinsame Engagement stärkt die Fairhandelsbewegung und kommt Kleinbauern zugute.

Ratsbeschluss - Bewerbungsphase - Zertifizierungsfeier

Der Rat der Stadt Emden hatte im Dezember 2013 beschlossen, dass Emden sich an der Kampagne "Fairtrade Towns" beteiligt. In der darauf folgenden Bewerbungsphase arbeiteten Akteure in Einzelhandel, Gastronomie und Zivilgesellschaft eng zusammen, um die Auszeichnungskriterien zu erfüllen. So wurde beispielsweise ein Steuerungskreis gebildet, der die Aktivitäten in Emden koordiniert.

Auf der Zertifizierungsfeier im Oktober 2015 im Rummel des Rathauses lobte Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz das Engagement der Emder. Emden habe die Kriterien vorbildlich erfüllt, so Holz.

Oberbürgermeister Bernd Bornemann betonte in seiner Rede, dass der Titel nicht nur stolz mache, sondern auch Auftrag sei, sich Gedanken zu machen, wie der Faire Handel in Emden weiter gefördert werden könne. Die Stadt Emden sei beim Thema "Fairtrade" nicht allein aus ethischen Gründen dabei, "sondern vor allem, weil Fairness und Nachhaltigkeit überall in der Welt Bedeutung haben, weil Ursachen und Wirkungen global zusammenhängen und weil Emden mit einem Engagement als Fairtrade-Stadt einen Beitrag leisten kann für wirtschaftliche, soziale und ökologische Nachhaltigkeit in den Entwicklungsländern und damit auch bei uns", so Bornemann.

Die Stadt Emden durfte den Titel "Fairtrade-Stadt" zunächst für zwei Jahre tragen. Nach Ablauf von zwei Jahren wird im Rahmen einer Rezertifizierung geprüft, ob Emden die fünf Kriterien der Auszeichnung weiterhin erfüllt. 2017 und 2019 wurde die Stadt Emden dann rezertifiziert.

Weiterführende Informationen zum Fairen Handel


Fairtrade Award 2018 in der Kategorie Zivilgesellschaft

Die Hochschule Emden/Leer und die Stadt Emden wurden am Mittwoch, dem 21.03.2018, mit dem Fairtrade-Award in der Kategorie Zivilgesellschaft mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Gerhard Kreutz, Präsident der Hochschule Emden/Leer und die Emder Bürgermeisterin Andrea Risius nahmen den Preis während einer Feierstunde in Berlin von Moderatorin Anke Engelke und Schauspieler Joachim Król entgegen.

Mit dem Preis belohnt der gemeinnützige Verein TransFair herausragendes Engagement für fairen Handel in den Kategorien Handel, Zivilgesellschaft, Hersteller und Nachwuchspreis.  Anke Engelke moderierte die Gala im Berliner Ellington Hotel. Zu den Laudatoren zählten unter anderem Schauspieler Joachim Król, Lea-Marlen Woitack und Andreas Hoppe. Grußworte sprachen Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller und Dr. Tsitsi Choruma von Fairtrade Africa.

„In der Kategorie Zivilgesellschaft sieht man, dass der faire Handel mehr ist als ein anerkanntes Siegel auf einer Verpackung. Der faire Handel lebt von der Vielzahl engagierter Bürgerinnen und Bürger, die sich Tag für Tag einsetzen, ihn zu verbessern und bekannter zu machen. Die Gewiner in dieser Kategorie spiegeln das umfangreiche und vielfältige Engagement von Organisationen, Kampagnen und Personen wider“, hieß es in der Laudatio

„Wir, die Hochschule Emden/Leer und die Stadt Emden, sehen uns gemeinsam in der Verantwortung, die Themen Nachhaltigkeit, Fairen Handel und Respekt für die Leistungen benachteiligter Regionen noch mehr in den Fokus zu nehmen und für einen gesellschaftlichen Wandel einzutreten. Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun - Mit diesem Goethe-Zitat ist unsere Motivation daher am besten umschrieben. Nachhaltigkeit und Fairtrade werden von uns konkret und „zum Anfassen“ gelehrt und gelebt“, Kreutz und Risius in Ihrer Dankesrede.

Aus 68 Bewerbungen hatte die unabhängige Jury je drei Nominierte in den Kategorien gewählt. Die Kriterien für die Award-Nominierung waren unter anderem, dass sich die Bewerber langfristig engagieren, den fairen Handel innovativ und aufmerksamkeitsstark intern und nach außen kommunizieren, gezielt Produzentengruppen unterstützen und welche zukünftigen Pläne zur Förderung des fairen Handels vorliegen.

Hier finden Sie den Film über die Gewinner in der Kategorie "Zivilgesellschaft"


Kontakt

E-Mail: fairtrade(at)emden.de