Projekte

Projekt "Habitat- und Prädationsmanagement für Wiesenvögel auf dem Stadtgebiet der Stadt Emden"

(gefördert nach der Förderrichtlinie EELA „Erhalt und Entwicklung von Lebensräumen und Arten)

Ostfriesland gehört zu den bedeutendsten Wiesenvogelgebieten in Deutschland. Niedersachsen – und hier auch die Stadt Emden mit Anteil an drei Vogelschutzgebieten – hat eine besondere Verantwortung für den Erhalt und die Verbesserung der Bestände an Wiesenbrutvögeln. 

Zum Beispiel brüten 65% der Uferschnepfen Deutschlands in Niedersachsen, obwohl das Bundesland nur 15% der Fläche Deutschlands einnimmt. Trotz verschiedener Maßnahmen sind die Bestände bei fast allen Wiesenvögeln um 40 – 100 % eingebrochen: Kiebitz, Uferschnepfe, Rotschenkel, Brachvogel, Bekassine, Feldlerche, Braunkehlchen und Wiesenpieper. 

Durch das von 2018-2022 laufende Projekt sollen Maßnahmen zur Optimierung der Lebensräume (Habitate) von Uferschnepfe, Kiebitz, Rotschenkel und Co. sowie zur besseren Sicherung ihres Bruterfolgs gegen Raubsäuger und Raubvögel (Prädationsmanagement) finanziert werden. 

Das Projektgebiet sind die Emder Anteile des Vogelschutzgebietes "Krummhörn" im Nordwesten des Stadtgebietes sowie des Vogelschutzgebietes "Ostfriesische Meere" im Nordosten (Marienwehr/Uphusen). Das Projekt wird zu 80% durch EELA gefördert, die Stadt Emden trägt den Eigenanteil von 20%. 

Folgende Maßnahmen sind geplant:

Habitatverbesserung für Wiesenvögel:

  • Gehölzmanagement, insbesondere in der Nähe guter Brutgebiete (um Raubvögeln die hohen Ansitzwarten mit guter Sicht auf die Brutplätze zu nehmen) 
  • Entfernen von Saumstrukturen, z.B. Brombeergebüschen, in der Nähe guter Brutgebiete (um Raubsäugern wie Fuchs, Marder und Iltis keinen Unterschlupf zu bieten)

Prädationsmanagement in Zusammenarbeit mit der Emder Kreisjägerschaft:

  • Anschaffen von Fallen und Kunstbauten, um die Anzahl der Raubsäuger im Gebiet verringern zu können.
  • Das Einzäunen wertvoller Brutbereiche, um Raubsäuger fern zu halten und einen guten Bruterfolg zu sichern

Zudem sollen Beweidungsprojekte angeschoben werden, da die Anwesenheit von Weidetieren sich positiv auf die Wiesenvogelbrut auswirkt.
Die Maßnahmen des Projekts werden an einem Runden Tisch mit Mitgliedern aus Rat, Landwirtschaft, Naturschutz, Jägern, Entwässerungsverbänden und Verwaltung besprochen. 
 


Gelege- und Kükenschutz-Projekt in Emden (gefördert durch ELER/ SAB - und Landesmittel)

Seit 2010 betreibt die Stadt Emden jährlich mit Erfolg den Gelege- und Kükenschutz für Wiesenbrutvögel in den Emder Teilen der Vogelschutzgebiete V 04 „Krummhörn“, V 09 „Ostfriesische Meere“ und V10 „Emsmarsch von Leer bis Emden“ sowie auf weiteren für den Wiesenvogelschutz wertvollen Flächen.
Im Rahmen dieses Projektes werden die Reviere und anschließend die Gelege von Wiesenbrütern wie z.B. Kiebitz, Uferschnepfe, Rotschenkel und Austernfischer kartiert. Die Gelege werden für die bearbeitenden Landwirt*innen kenntlich gemacht. Auf diese Weise können die Nester bei der Landbearbeitung ausgespart und geschützt werden. Darüber hinaus finden Maßnahmen gegen Raubsäuger statt, die den Gelegen und Küken gefährlich werden. Die Landwirt*innen erhalten in Absprache mit den Kartierer*innen für verschiedene Maßnahmen im Rahmen des Projekts Prämien.
Gefördert wird der Gelege- und Kükenschutz (Management und Kartierleistungen) durch den „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER), im Rahmen des „Programms zur Förderung der Entwicklung im ländlichen Raum“ (PFEIL) und hier nach der Richtlinie für den „Speziellen Arten- und Biotopschutz“ (SAB).
Die Prämien werden zu 80% aus Landesmitteln der „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen des Natur- und Artenschutzes und der Landschaftspflege“ (RL NAL) finanziert, die restlichen 20% steuert die Stadt Emden als Eigenanteil bei.
 


ELER-Projekt SEE Code 7.6 "Sanierung Uphuser Meer"

Im Rahmen dieses am 26.07.2018 vom NLWKN Verden bewilligten EU-Projektes finden Planungen (Machbarkeitsstudien, Variantenuntersuchungen) sowie Untersuchungen zur Phosphorbilanz statt.
Ziel ist die Verbesserung des gewässerökologischen Zustands des Uphuser Meeres.
Das Projekt wird Ende März 2020 abgeschlossen sein.
 


Emder Natur erleben

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Ökowerk Emden

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