Ukraine

Nachrichten - #emdenhilft - Informationen für Geflüchtete

Immer mehr Ukrainer*innen fliehen aus ihrer Heimat. Vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen machen sich auf den Weg und brauchen unsere Hilfe. 

Die Stadt Emden als erklärter "sicherer Hafen" versucht den Geflüchteten schnell und möglichst unbürokratisch zu helfen – um ihnen Schutz, Sicherheit, Versorgung und Unterstützung zu geben. Dies machen wir gemeinsam mit den örtlichen Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen, den örtlichen Unternehmen und Initiativen und nicht zuletzt den Bürger*innen. Die Hilfsbereitschaft und Solidarität in Emden ist beeindruckend. 

Ankunftszentrum Barenburg

Ziel der Stadt Emden ist es, die Geflüchteten dezentral unterzubringen. Im Ankunftszentrum, das in der ehemaligen Barenburgschule eingerichtet wurde, wohnen Geflüchtete vorübergehend, bis sie in eigene Wohnungen einziehen können. 

Bereits im Ankunftszentrum können die notwendigen Behördengänge erledigt werden: Registrierung, erkennungsdienstliche Behandlung durch die Ausländerbehörde, Leistungsantrag nach dem Asylbewerberleistungsgesetz durch den Fachdienst Wohnen und die melderechtliche Erfassung. Es wird zudem wöchentlich eine ärztliche Sprechstunde angeboten und ergänzend eine tägliche Sprechstunde durch medizinisches Fachpersonal.
 
Die ehemalige Aula der Schule ist jetzt ein gemeinsamer Aufenthaltsraum. In der Küche können Mahlzeiten für die Kleinkinder zubereitet werden und die Kinder spielen in einem neu eingerichteten Spielzimmer, auf dem Schulhof oder dem Innenhof.

Die Hausleitung im Ankunftszentrum haben Egon Philipps vom Fachdienst Gemeinwesen und Stephan Oelrichs vom Fachdienst Jugendförderung. Die Stadt Emden als Betreiber des Ankunftszentrum arbeitet eng mit den Hilfsorganisationen, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und Ehrenamtlichen zusammen. So führt die Johanniter-Unfall-Hilfe dreimal wöchentlich Corona-Testungen für die im Ankunftszentrum lebenden Geflüchteten durch, Ehrenamtliche organisieren die Kleiderkammer, die freiwilligen Feuerwehren bauen Möbel auf und führen Reparaturen durch – um nur einige Beispiele zu nennen.    

Einen besonders wertvollen Beitrag zur Emder Willkommenskultur leisten hier die ehrenamtlichen Dolmetscher*innen, die den Geflüchteten in allen Bereichen helfen und die Verständigung und damit die Arbeit im Ankunftszentrum für alle erleichtern. 

Willkommenszentrum - Welcome-Center

In der Volkshochschule Emden wurde ein Willkommenszentrum für alle in Emden lebenden Geflüchteten eingerichtet.

Hier werden Eltern beraten und die Kinder auf den Schulbesuch vorbereitet. Im Welcome-Center werden so genannte Kompetenzfeststellungen und auch Bildungsberatungen durchgeführt. Ziel ist es, gemeinsam mit den Eltern die geeignete Schulform zu finden. Die geflüchteten Kinder sollen möglichst auf reguläre Schulen gehen, da dies für eine erfolgreiche Integration entscheidend ist. Die ersten Kinder aus der Ukraine wurden bereits von Emder Schulen aufgenommen.

Im Welcome-Center wird während der Öffnungszeiten auch eine Kinderbetreuung angeboten.

Eine ärztliche Sprechstunde für Geflüchtete bietet zudem eine erste medizinische Versorgung. Die Sprechstunde ist speziell für Geflüchtete, die nicht im Ankunftszentrum wohnen, sondern bei Familienangehörigen, Freunden oder direkt in einer eigenen Wohnung untergekommen sind.

Auch im Willkommenszentrum engagieren sich viele freiwillige Helfer*innen, insbesondere aus dem Erziehungs- und Bildungsbereich. So helfen beispielsweise Schülerinnen der BBS I (angehende Erzieherinnen und Heilerziehungspflegerinnen) bei der Kinderbetreuung.