Kommunale Wärmeplanung
Wie können wir in Emden künftig unsere Gebäude nachhaltig und klimafreundlich beheizen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der kommunalen Wärmeplanung. Ziel ist es, frühzeitig zu erkennen, wo welche erneuerbaren Wärmequellen sinnvoll eingesetzt werden können – zum Beispiel durch Abwärme, Wärmepumpen oder Solarthermie.
Der Wärmeplan bietet einen Überblick über mögliche Lösungen und zeigt auf, welche Optionen für verschiedene Stadtteile und Gebäudetypen in Betracht kommen. Auch wenn der Plan keine direkten Verpflichtungen für Gebäudeeigentümer*innen mit sich bringt, dient er als wertvolle Orientierungshilfe für zukünftige Entscheidungen – hin zu einer fossilfreien und treibhausgasneutralen Wärmeversorgung.
Was ist die kommunale Wärmeplanung?
Mit der kommunalen Wärmeplanung wurde eine mögliches Zukunftsbild der Wärmeversorgung für die ganze Stadt Emden auf Grundlage erneuerbarer Energien ausgearbeitet. Dieser Wärmeplan hilft Gebäudebesitzer*innen bei der Entscheidungsfindung ihre Häuser zukünftig ohne den Einsatz fossiler Energie zuverlässig und bezahlbar mit Wärme zu versorgen.
Warum wird die kommunale Wärmeplanung durchgeführt?
Die kommunale Wärmeplanung zielt auf eine zukunftsfähige und sichere Wärmeversorgung für Emden ab.
Der Rat der Stadt Emden hat mit dem „Masterplan 100% Klimaschutz“ beschlossenen bis spätestens 2040 treibhausneutral zu sein und setzt dabei auf erneuerbare Energiequellen. Zudem ist die Stadt Emden nach dem niedersächsischen Klimagesetz (NKlimG) verpflichtet, bis Mitte 2026 eine kommunale Wärmeplanung durchzuführen.
Wie ist die Situation aktuell?
Aktuell werden Bürger*innen in Emden noch zu ca. 95 % mit dem fossilen Brennstoff Erdgas versorgt. Da das Erdgas importiert wird, führt es neben den lokalen CO2-Emissionen auch zu einer Abhängigkeit von den Lieferländern.
Welche Vorteile bringt die kommunale Wärmeplanung?
Eine eigene, lokale Wärmeversorgung schafft Versorgungssicherheit vor Ort und schützt vor hohen Preisschwankungen von außen.
Was bedeutet die kommunale Wärmeplanung für mich als Gebäudebesitzer*in?
Alle Gebäudebesitzer*innen können nachschauen, welche Wärmeversorgung sich bei ihnen am besten eignet. Sie sind aber nicht an diese Wärmeversorgung gebunden oder zum sofortigen Handeln verpflichtet.
Entsteht durch die kommunale Wärmeplanung eine Verpflichtung für mich?
Nein! Die kommunalen Wärmeplanung ist erstmal nur ein Planungsinstrument und soll bei der Entscheidungsfindung helfen.
Welche Wärmeversorgungslösung ist für mich die beste?
Die Wärmekarte zeigt, welche Wärmeversorgung am jeweiligen Gebäudestandort am geeignetsten ist. Das kann perspektivisch der Anschluss an ein Wärmenetz sein, kann aber auch eine dezentrale Versorgung sein (z.B. Wärmepumpe).
Wie erfahre ich, ob eine Wärmepumpe in Frage kommt?
Die Wärmekarte zeigt, welche Wärmeversorgung am jeweiligen Gebäudestandort am geeignetsten ist. Das kann perspektivisch der Anschluss an ein Wärmenetz sein, kann aber auch eine dezentrale Versorgung sein (z.B. Wärmepumpe). Hier finden Sie kostenlose Beratungsangebote.
Welche Möglichkeiten habe ich, wenn mir die Investition in eine Wärmepumpe zu hoch ist?
Es gibt Fördermöglichkeiten über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (Link), hier sind Zuschüsse von bis zu 70 % möglich. Außerdem gibt es Contractingangebote, z.B. zukünftig auch über die Stadtwerke Emden.
Grundsätzlich gilt, dass eine unabhängige und qualifizierte Beratung hilft, voreilige und möglicherweise teure Entscheidungen zu vermeiden
Welche Alternativen der dezentralen Wärmeversorgung gibt es zur Wärmepumpe?
Neben der Wärmepumpe gibt es noch weitere Möglichkeiten (Auswahl):
- Hybrid-Wärmepumpen: Eine Kombination einer Wärmepumpe mit einer anderen Wärmequelle (z.B. Solarthermie).
- Biomasseheizung: Das können z.B. Pelletheizungen oder Hackschnitzelheizungen sein.
- Quartiersnetz: Mehrere Gebäudebesitzer*innen schließen sich zusammen und erschließen eine zentrale Wärmequelle bzw. schaffen eine zentrale Versorgungslösung für mehrere Gebäude.
- Stromdirektheizungen: In gut gedämmten Gebäuden können z.B. Infrarotheizungen eine Option sein.
Wann bekomme ich einen Anschluss an ein Wärmenetz?
IIn der Wärmekarte ausgewiesene Wärmenetzpotenzialgebiete bedeuten nicht zwangsläufig, dass hier auch ein Wärmenetz entstehen wird. Zudem kann es einige Jahre dauern, bis ein Wärmenetz gebaut ist.
Mein Gebäude steht in einem Prüfgebiet. Was bedeutet das für mich?
In diesen Gebieten sind dezentrale Lösungen, aber auch Wärmenetze gleichermaßen geeignet. Hier werden die Varianten noch weitergehend geprüft. Bei konkreten Fragen oder Vorhaben empfiehlt es sich, mit dem örtlichen Energieversorger Kontakt aufzunehmen.
Weitere Informationen finden Sie unter anderem auf den Seiten der Stadtwerke Emden. stadtwerke-emden.de/waermewende
Beratung und Förderung
Kostenlose Beratungsangebote über die Stadt Emden
Unter dem Motto "Energiewende zu Hause" kooperiert die Stadt Emden mit der Energieberatung der Verbraucherzentrale Niedersachsen und Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen KEAN.
Im Rahmen dieser Kooperation steht Interessierten in Emden ein breites und kostenfreies Beratungs- und Informationsangebot zur Verfügung. unter www.emden.de/energieberatung finden Sie weitere Informationen.
Förderprogramme (Beratung und Sanierung):
Förderung in den städtebaulichen Sanierungsgebieten in Emden:
Ansprechparter*innen
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waermeplanung(at)emden.de