Energiewende wird in Emden-Petkum sichtbar

In Emden-Petkum wird die Energiewende konkret: Amprion errichtet dort im Zusammenhang mit dem Netzausbauprojekt A-Nord eine der modernsten Konverterstationen Europas. Oberbürgermeister Tim Kruithoff hat sich am Donnerstag, 3. September, über den Stand der Bauarbeiten und die Bedeutung des Projekts informiert.

"Emden ist ein wichtiger Standort für die Energiewende. Hier wird sichtbar, welche Infrastruktur notwendig ist, um erneuerbare Energie dorthin zu transportieren, wo sie gebraucht wird", sagte Kruithoff bei dem Termin in Petkum.

A-Nord ist eines der zentralen Netzausbauprojekte Deutschlands. Die rund 300 Kilometer lange Erdkabelverbindung führt von Emden nach Meerbusch-Osterath bei Düsseldorf. Künftig sollen darüber rund 2.000 Megawatt Windstrom von der Nordsee in die westdeutschen Verbrauchszentren transportiert werden. Die Verbindung soll ab 2027 in Betrieb gehen.

Neben A-Nord werden in der Region weitere wichtige Leitungsprojekte umgesetzt. Die Offshore-Netzanbindungen DolWin4 und BorWin4 werden künftig Windstrom aus der Nordsee an das deutsche Stromnetz anbinden und verlaufen von Emden bis in den Raum Wietmarschen parallel zu A-Nord.
Mit den umfangreichen Bauarbeiten sind auch Auswirkungen auf die örtliche Infrastruktur verbunden. Daher soll der Eiskeweg ab Anfang September erneuert werden. 

"Der Ausbau der Stromnetze ist für die Energiewende unverzichtbar. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass die Belastungen für unsere Infrastruktur möglichst gering bleiben und die betroffenen Bereiche nachhaltig wiederhergestellt werden", so Kruithoff.
Amprion ist einer von vier Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland. Das Unternehmen betreibt ein rund 11.000 Kilometer langes Höchstspannungsnetz und ist für den Stromtransport in einem Gebiet von der Nordsee bis zu den Alpen verantwortlich.

Bild: von links Marten Prüß, Michael Hegmanns (beide Amprion), Tim Kruithoff (Oberbürgermeister Stadt Emden)  (Tobias Bruns Media)