Erschreckendes Ergebnis bei Testkäufen zum Jugendschutz

Im Rahmen einer gemeinsamen Jugendschutzaktion haben Mitarbeitende der Fachdienste Jugendförderung sowie Öffentliche Sicherheit und Ordnung gemeinsam mit zwei Jugendlichen im Alter von 15 und 17 Jahren am Donnerstag Testkäufe in Emden durchgeführt.

Dabei wurden insgesamt neun Verkaufsstellen – darunter Kioske, Tankstellen sowie Discounter, Super- und Getränkemärkte – aufgesucht. In sämtlichen Fällen gelang es den Jugendlichen, altersbeschränkte Waren wie hochprozentigen Alkohol oder Tabakwaren zu erwerben.

„Ein so schlechtes Ergebnis hatten wir bislang noch nie“, sagt der Leiter des Fachdienstes Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Martin Wegbünder. „In den meisten Geschäften weisen moderne Kassensysteme das Verkaufspersonal ausdrücklich darauf hin, dass eine Alterskontrolle erforderlich ist. Umso erschreckender ist es, wenn dieser Hinweis ignoriert und die Ware dennoch ohne Prüfung des Alters verkauft wird.“

Die Stadt Emden weist darauf hin, dass der Jugendschutz nicht unter Zeitdruck oder Personalmangel leiden darf. Verkaufsstellen sind gesetzlich verpflichtet, das Alter ihrer Kundinnen und Kunden im Zweifel durch Vorlage eines Ausweises zu überprüfen. Die Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber werden deshalb aufgefordert, ihr Personal entsprechend zu schulen und auf die konsequente Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen hinzuweisen.

Die Stadt Emden wird gegen die betroffenen Verkaufsstellen Ordnungswidrigkeitenverfahren einleiten. Bei wiederholten Verstößen ist mit deutlich höheren Bußgeldern zu rechnen.

Auch im weiteren Verlauf des Jahres werden in Emden unangekündigte Testkäufe durchgeführt, um die Einhaltung der Jugendschutzvorschriften zu kontrollieren.