Neue Galerie verbindet Aufenthaltsqualität, Klimaschutz und modernes Stadtbild
Im Zuge des umfassenden Umbauprojekts Neutorstraße / Am Delft wird der Innenstadtbereich zwischen Agterum und Ringstraße in den kommenden Jahren grundlegend neu gestaltet. Ab April 2026 beginnt die Umgestaltung der nördlichen Neutorstraße – ein weiterer wichtiger Baustein zur städtebaulichen Weiterentwicklung des Sanierungsgebiets „Innenstadt“.
In diesem Zusammenhang werden die bestehenden Glasarkaden zurückgebaut und durch eine neue, zeitgemäße Galerie ersetzt. Dieser Entscheidung ging ein intensiver Abstimmungsprozess mit den Vertretern der Neutor Galerie GbR voraus. Im Mittelpunkt aller Gespräche stand das gemeinsame Ziel, die prägende Arkadenstruktur als identitätsstiftendes Element des Stadtraums zu erhalten. Die nun entwickelte Entwurfslösung verbindet diesen Anspruch mit den technischen und gestalterischen Anforderungen der anstehenden Straßensanierung.
Oberbürgermeister Tim Kruithoff: „Die Neutorstraße ist ein prägender Ort unserer Innenstadt. Nach intensiven Gesprächen ist es uns gelungen, Vertrauen aufzubauen und gemeinsam nach vorne zu schauen. Die neue Galerie steht für einen echten Neuanfang: Sie verbindet Aufenthaltsqualität, Klimaschutz und ein zeitgemäßes Stadtbild. Entscheidend ist, dass Stadt und Eigentümer hier partnerschaftlich Verantwortung übernehmen – für eine lebendige und wetterfeste Innenstadt, die den Anforderungen der Zukunft gerecht wird.“
Bernd Gröttrup, Wiard Oltmanns und Heiko Bockstiegel, Geschäftsführer der Neutor Galerie GbR: „Für uns war entscheidend, dass die Funktion der Neutorgalerie erhalten bleibt. Die neue Lösung greift diese Identität auf und entwickelt sie weiter. Das ist ein starkes Signal für den Standort und für die Zusammenarbeit zwischen Eigentümern und Stadt.“
Die neue Galerie orientiert sich konsequent an den Zielen des Sanierungsgebiets „Innenstadt“: Sie bietet Wetterschutz, erhöht die Aufenthaltsqualität und stärkt die Attraktivität des öffentlichen Raums. Die moderne, organisch geformte Konstruktion fügt sich harmonisch in das Stadtbild ein und setzt zugleich einen zeitgemäßen architektonischen Akzent. Ein besonderes Merkmal ist das geplante Gründach mit integrierten Lichtkuppeln. Es verbessert das Mikroklima, unterstützt die Regenwasserrückhaltung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur klimaresilienten Stadtentwicklung.
Irina Krantz, Stadtbaurätin: "Die Gestaltung vereint architektonische Qualität mit nachhaltigen Anforderungen. Das Gründach, die Lichtplanung und die offene Formensprache zeigen, wie moderne Stadtentwicklung funktional, klimabewusst und gestalterisch anspruchsvoll umgesetzt werden kann."
Ergänzt wird die bauliche Maßnahme durch ein innovatives Lichtkonzept des Planungsbüros OCL aus Diepholz. Durch eine einheitliche und intelligente Lichtführung entsteht auch in den Abendstunden und während der dunklen Jahreszeit ein sicherer, einladender und atmosphärisch beleuchteter Flanierbereich. Die Galerie wird damit nicht nur funktional aufgewertet, sondern zu einem erlebbaren Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität.
Die architektonische Planung der neuen Galerie wurde vom Architekturbüro Angelis und Partner aus Oldenburg entwickelt und in enger Zusammenarbeit mit der Neutor Galerie GbR abgestimmt. Das Projekt steht beispielhaft für eine kooperative Stadtentwicklung, bei der öffentliche Interessen, private Akteure und gestalterische Qualität zusammengeführt werden.
Fotos: Visualisierung der geplanten neuen Galerie in der nördlichen Neutorstraße (Quelle: Angelis und Partner)


