Geplante Sperrung der Eisenbahnklappbrücke 

Die Eisenbahnklappbrücke ist für Emden von zentraler Bedeutung – für den Güterverkehr, die Erreichbarkeit des Seehafens, den Tourismus und die Anbindung an die Region. Deshalb stehen Stadt, Wirtschaftsförderung, Hafenwirtschaft und weitere Akteure seit Jahren in einem engen Austausch mit der Deutschen Bahn über den Zustand der Brücke und die zwingend notwendigen Sanierungsarbeiten.

Im Zusammenhang mit der letzten Sperrung Mitte November hatte die Bahn mitgeteilt, dass in den Sommermonaten 2026 eine weitere Sperrung durchgeführt werden muss, um bestimmte Teile der Brücke zu erneuern. Ein konkreter Zeitraum konnte damals nicht genannt werden. Bereits zu diesem Zeitpunkt hat die Stadt Emden sehr deutlich auf die Wichtigkeit einer verlässlichen Brückenöffnung- insbesondere in den Sommermonaten als touristischer Hauptsaison- hingewiesen. Vor allem das Wochenende des Delft- und Hafenfestes als möglicher Startpunkt für die Maßnahme wurde durch die Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing GmbH klar abgelehnt. Zudem wurden alternative Zeiträume und Varianten angeregt, um mögliche Auswirkungen zu minimieren.

Das Delft- und Hafenfest ist ein zentraler Bestandteil des Emder Veranstaltungskalenders, insbesondere aufgrund seines maritimen Charakters und der Anreise zahlreicher Schiffe. Auch die Bedeutung Emdens als wichtiger Bahnknotenpunkt für Reisende zu den ostfriesischen Inseln wurde gegenüber der Bahn wiederholt betont – nicht zuletzt mit Blick auf die bereits spürbaren Einschränkungen durch den Schienenersatzverkehr in diesem Sommer.

Die Deutsche Bahn hat mitgeteilt, dass während der dreiwöchigen Maßnahme weder eine Befahrung durch Züge noch Öffnungen für die Schifffahrt möglich sind, auch nicht an einzelnen Tagen. Leider liegt auch eine zeitliche Verlegung oder Verkürzung der Sperrung nicht in der Hand der Stadt. Auch die von der Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing GmbH angeregte Öffnung direkt im Anschluss an das Delft- und Hafenfest musste seitens der Bahn als nicht möglich zurückgewiesen werden.

Die Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing GmbH hat den Veranstalter des Delft- und Hafenfestes am 14. November telefonisch über den voraussichtlichen Zeitraum Ende Juli 2026 informiert. Eine Terminverschiebung der Delft- und Hafenfestes ist aufgrund langfristiger Bindungen von Schaustellern und Gewerbetreibenden sowie des engen Veranstaltungskalenders in Emden nur sehr schwer realisierbar. Dennoch werden gemeinsam mit den Veranstaltern alle Optionen geprüft, um die Auswirkungen für Programm, Schiffe und Besucherinnen und Besucher so gering wie möglich zu halten.

Die Stadt Emden steht weiterhin in engem Austausch mit der Deutschen Bahn, den Veranstaltern, der Hafenwirtschaft, VW und weiteren betroffenen Partnern.

"Es ist sehr bedauerlich, dass wir hier gemeinsam keine Lösung finden konnten, die für alle die geringsten Einschränkungen mit sich bringt. Wir hatten – auch im Interesse der betroffenen Unternehmen, Eventveranstalter und touristischen Partner – gehofft, dass man einen alternativen Zeitraum für die notwendige Sperrung realisieren könnte. Gleichwohl hätten wir uns etwas mehr Spielraum bei der zeitlichen Ausgestaltung gewünscht“, so Martje Merten, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing GmbH. "Wir werden gemeinsam mit allen Beteiligten weiter intensiv daran arbeiten, die Auswirkungen der Sperrung so gut wie möglich zu begrenzen."