Innenstadt: Pläne zur Neugestaltung vorgestellt

Am 12. Juni wurden im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz der Stadt Emden die konkreten Pläne zur umfassenden Neugestaltung der Neutorstraße und der Straße Am Delft vorgestellt. Grundlage ist der Entwurf des renommierten Planungsbüros Lohaus Carl Köhlmos aus Hannover. 

Ziel ist die nachhaltige Weiterentwicklung der Innenstadt als attraktiver, lebenswerter und multifunktional nutzbarer Stadtraum – für alle Generationen und Bedürfnisse. Die Maßnahme folgt dabei klaren Leitlinien, die aus einem umfangreichen Beteiligungsprozess mit Bürgerinnen und Bürgern, Anlieger*innen und Interessenvertretungen hervorgegangen sind.
„Wir gestalten die Innenstadt für die Zukunft – sicher, barrierefrei, grün und lebendig“, sagt Stadtbaurätin Irina Krantz. „Mit der nun anstehenden Neugestaltung schaffen wir einen Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität, klarem Bezug zum Wasser und vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten.“

Die wichtigsten Eckpunkte der Planung:

  • Qualitative Aufwertung des öffentlichen Raums mit neuen Stadtmöbeln, zusätzlichen Sitzgelegenheiten, mehr Grün und hoher gestalterischer Qualität.
  • Barrierefreiheit durch niveaugleiche Oberflächengestaltung und neue, barrierefreie Zugänge – insbesondere entlang der Uferbereiche des Ratsdelftes.
  • Mehr Grün und weniger Versiegelung: Neue Baumstandorte, Entsiegelung bestehender Flächen und klimaresiliente Gestaltung als Beitrag zur Klimafolgenanpassung.
  • Neustrukturierung der Verkehrsräume: Einführung eines Einbahnstraßensystems, Verkehrsberuhigung mit Tempo 20, neue Querungsmöglichkeiten und sichere Wege für Fuß- und Radverkehr.
  • Stärkung des Wassers als Alleinstellungsmerkmal der Stadt: Die Uferzone wird geöffnet und neu gestaltet, der Ratsdelft erlebbarer gemacht – mit Sitzstufen, Holzdecks und erweiterten Promenadenbereichen.
  • Umgestaltung der Plätze: Der Stadtgarten und der Hafentorplatz werden neugestaltet, mit mehr Grün, neuen Nutzungsmöglichkeiten und besserer Aufenthaltsqualität.
  • Modernes Beleuchtungskonzept aus einem Guss – in Anlehnung an die Gestaltung von „Zwischen beiden Sielen“ und dem Neuen Markt.

Auch die Ergebnisse der kürzlich durchgeführten Materialbemusterung fließen in die Umsetzung ein: Die Mehrheit der Beteiligten sprach sich für die bereits aus dem Neuen Markt bekannte Klinkeroptik aus, zertifiziertes Hartholz für Sitzflächen sowie für abgerundete Fahrradanlehnbügel.

Die umfassende Neugestaltung ist Teil eines übergeordneten Entwicklungsprozesses, mit dem die Stadt Emden dem strukturellen Wandel im Einzelhandel, veränderten Mobilitätsansprüchen und demografischen Veränderungen aktiv begegnet. Sie ist eingebettet in das Städtebauförderungsprogramm "Lebendige Zentren".

Mit der Verlängerung des Sanierungszeitraums bis Ende 2035 wird die notwendige Kontinuität für Planung und Umsetzung sichergestellt. Bereits in den vergangenen Jahren wurden mit der Sanierung des Neuen Marktes und des Umfeldes "Zwischen beiden Sielen" wichtige Bausteine umgesetzt.
„Was jetzt folgt, ist der großer nächster Schritt – hin zu einer attraktiven, grünen, familien- und altengerechten Innenstadt, die das Potenzial unserer Stadt am Wasser endlich sichtbar nutzt und sie zukunftsfähig macht- eine historische Chance.“, so Oberbürgermeister Kruithoff.

Die Umgestaltung beginnt voraussichtlich ab 2026 in mehreren Bauabschnitten. Während der Bauzeit werden umfassende Kommunikationsmaßnahmen für die Öffentlichkeit vorbereitet, um Transparenz und Akzeptanz zu sichern.

Weitere Informationen auf www.emden.de/zukunftinnenstadt