Emder Hafen wird Ausrüstungshafen für vier Neubauten der MEYER WERFT
Gute Nachricht für Emden: Die MEYER WERFT wird die Endausrüstung mehrerer Kreuzfahrtschiffe künftig im Emder Hafen vornehmen. Lesen Sie hier für weiterführende Informationen eine Pressemitteilung der Niedersächsischen Staatskanzlei.
Die MEYER WERFT strebt eine vollständig in Niedersachsen verankerte Wertschöpfung im Kreuzfahrtschiffbau an und setzt damit künftig auf eine 100‑prozentige „Niedersachsen‑Lösung“. Nach intensiven Gesprächen zwischen der Werft, der Stadt Emden, der Emder Hafenwirtschaft, der Lotsenbrüderschaft Emden, dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems‑Nordsee sowie der landeseigenen Hafengesellschaft Niedersachsen Ports (NPorts) steht nun fest: Der Emder Hafen wird Ausrüstungshafen für vier Neubauten, die 2027 und 2028 fertiggestellt werden. Zusätzlich besteht eine Option für drei weitere Schiffe. Damit entsteht erstmals eine durchgehende Wertschöpfungskette vom Bau in Papenburg bis zur Endausrüstung in Emden und damit zur Stärkung des maritimen Wirtschaftsstandorts Niedersachsen. NPorts schafft hierfür die infrastrukturellen Voraussetzungen, inklusive gezielter Ausbaggerungen und der Erweiterung der Liegewanne im Außenhafen.
Mit der Entscheidung für Emden werden die bisherigen Ausrüstungsaktivitäten im niederländischen Eemshaven schrittweise abgelöst. Künftig werden die Kreuzfahrtschiffe nach der Überführung über die Ems in unmittelbarer Nähe der Getreidesilos im Emder Außenhafen festmachen – dort, wo bereits 2025 die Asuka III erfolgreich ausgerüstet wurde. Auf den bis zu 350 Meter langen Schiffe werden während der Ausrüstung voraussichtlich mehrere tausend Menschen an Bord arbeiten, die die finalen Arbeiten an Kabinen, öffentlichen Bereichen und technischen Systemen durchführen. Durch die Unterstützung des Landes Niedersachsen und die enge Zusammenarbeit aller regionalen Partner entsteht so eine weitere nachhaltige Perspektive für den Hafen Emden, der sich zu einem zentralen Baustein der niedersächsischen Häfen entwickelt.
Das kommentiert der Niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies wie folgt: „Mit der Entscheidung für Emden setzen die MEYER WERFT und das Land Niedersachsen ein starkes Zeichen für industrielle Kompetenz, regionale Wertschöpfung, wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit und Beschäftigung. Die Durchführung der Endausrüstung im eigenen Bundesland stärkt nicht nur unseren maritimen Sektor, sondern zeigt auch, was möglich ist, wenn Unternehmen, Hafenwirtschaft und Politik gemeinsam an einem Strang ziehen. Niedersachsen beweist einmal mehr: Wir können Schiffbau – und wir können ihn komplett. Wenn mehr Wertschöpfung im Land bleibt, stärkt das unsere Häfen, unsere Betriebe und unsere Regionen. Genau darum geht es: industrielle Kerne zu sichern, neue Perspektiven zu eröffnen und vorhandene Stärken konsequent auszubauen.“
Und der Oberbürgermeister der Stadt Emden Tim Kruithoff dazu: „Ich freue mich sehr über die Entscheidung der Meyer Werft, die Endausrüstung der nächsten vier Schiffe in Emden vorzunehmen und für drei weitere eine Option zu geben. Das ist ein starkes Signal für unsere Region und zeigt einmal mehr, dass die Häfen und Anrainer entlang der Ems zusammenhalten und gemeinsam Wertschöpfung in Ostfriesland generieren.
Die Seehafenstadt Emden und ihre leistungsfähige Hafenwirtschaft sind seit über 25 Jahren ein verlässlicher Partner der Meyer Werft. Dass diese Zusammenarbeit nun erneut so sichtbar wird, erfüllt mich mit großer Freude und ist gerechter Lohn für unsere Anstrengungen.
Mein besonderer Dank gilt Niedersachsen Ports als landeseigenem Hafenbetreiber. In einer Phase, in der wir gleichzeitig am Ausbau neuer Kaianlagen arbeiten, ist es alles andere als selbstverständlich, solche zusätzlichen Projekte möglich zu machen. Das hat organisatorisch und logistisch einige Herausforderungen bedeutet – umso beeindruckender ist es, dass alle Beteiligten hier gemeinsam Lösungen gefunden haben.
Dieser Schulterschluss zwischen Niedersachsen Ports, der Emder Hafenwirtschaft - allen voran der Anker Schifffahrtsgesellschaft mbH - der Wirtschaftsförderung der Stadt Emden, der Lotsenbrüderschaft und der Meyer Werft zeigt, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen.
Und nicht zuletzt wird es auch für viele Einheimische und Gäste ein besonderes Erlebnis sein, wenn diese großen Kreuzfahrtschiffe in Emden liegen und hier in einer echten logistischen Meisterleistung endausgerüstet werden.“
