Premiere: Erste Einbürgerungsfeier in Emden  

Zum ersten Mal hat die Seehafenstadt Emden ihre neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in einem festlichen Rahmen geehrt: Im Festspielhaus am Wall fand am Dienstagabend die erste große Einbürgerungsfeier der Stadt statt. Mehr als 160 Gäste waren angemeldet, rund 120 von ihnen hatten seit dem Sommer 2023 bis Juni 2025 die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten.

Oberbürgermeister Tim Kruithoff betonte in seiner Ansprache die besondere Bedeutung des Abends: "Heute ist ein Tag der Freude, ein Tag des Willkommens – und ein Tag, der für viele ein Meilenstein im Leben ist. Sie sind nicht nur formell eingebürgert, sondern ganz bewusst und sichtbar in die Mitte unserer Stadtgesellschaft eingeladen. Sie gehören dazu – in Deutschland und hier in Emden."

Das Programm verband Musik, persönliche Geschichten und politische Botschaften. Den Auftakt machte der Posaunenchor Borssum mit der Europa-Hymne. Grußworte kamen per Videobotschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, gefolgt von der Ansprache des Oberbürgermeisters. Musikalisch begleitet wurde die Feier von der syrisch-ostfriesischen Band Ematha. Besonders bewegend waren die Erfahrungsberichte von Mohamed Najjar aus Syrien und Elhae Adhami aus dem Iran, die stellvertretend für viele neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger von ihrem Weg zur Einbürgerung berichteten.

Zahlen und Hintergründe
Die Stadt Emden hat im Jahr 2024 insgesamt 205 Personen eingebürgert, darunter 64 Minderjährige. Im laufenden Jahr 2025 wurden bisher 118 Personen eingebürgert, darunter 37 Minderjährige. Seit Inkrafttreten der neuen gesetzlichen Regelungen waren in Emden bislang 57 verschiedene Staatsangehörigkeiten von Einbürgerungen betroffen. Der Prozess der Einbürgerung dauert im Durchschnitt rund 12 Monate – damit liegt Emden im bundesweiten Vergleich im schnellen Bereich. Aktuell sind rund 170 Verfahren noch offen.

Lesen Sie hier die Rede von Oberbürgermeister Tim Kruithoff.