Schwanenteich: Weitere Untersuchungen des Untergrunds notwendig

Seit Frühjahr 2026 wird die historische Parkanlage „Schwanenteich“ umfassend saniert. Ziel ist es, die historische Gestaltung der denkmalgeschützten Anlage wieder erlebbar zu machen und die Lust zu wecken, Zeit am Schwanenteich zu verbringen. Vorgesehen sind unter anderem die Wiederherstellung der historischen Teichlinien, die technische Ertüchtigung der Teiche, neue Wegeflächen, ein Sonnenhang sowie umfangreiche Drainagearbeiten zur langfristigen Stabilisierung der Parkanlage.

Im Zuge der Bauarbeiten werden – wie bei entsprechenden Tiefbauarbeiten erforderlich – auch Untersuchungen des Untergrundes auf mögliche Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg durchgeführt. Bei diesen Sondierungen haben sich Auffälligkeiten in großer Tiefe ergeben, die zunächst näher untersucht und abschließend bewertet werden müssen. 

Wichtig ist dabei: Zum jetzigen Zeitpunkt handelt es sich um einen Verdacht. Ein Kampfmittelfund ist bislang nicht bestätigt. Ob sich die Hinweise tatsächlich als Kampfmittel erweisen, kann erst nach Abschluss der weiteren fachtechnischen Untersuchungen beurteilt werden.
Die ausführende Baufirma konnte bereits einen Teil der vorgesehenen Arbeiten umsetzen und unter anderem Pfähle und Fundamente herstellen. Für die Fortsetzung der Arbeiten in den betroffenen Bereichen sind nun jedoch zunächst weitergehende Untersuchungen erforderlich. 
Der Baustellenbetrieb musste deshalb vorübergehend unterbrochen werden. Diese Unterbrechung dient der Sicherheit und ist bei einer solchen Verdachtslage erforderlich.
Die weiteren Untersuchungen sind technisch aufwendig und können nur durch entsprechend qualifizierte Fachunternehmen und in Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden durchgeführt werden. Aufgrund der notwendigen Vorbereitungen und der begrenzten Verfügbarkeit spezialisierter Unternehmen können diese Arbeiten leider nicht kurzfristig erfolgen.
Nach derzeitiger Planung wird voraussichtlich in den Kalenderwochen 37 und 38 zunächst eine Grundwasserabsenkung eingerichtet, um die Voraussetzungen zu schaffen, überhaupt trocken an die Auffälligkeiten heranzukommen. Hierfür sind im Vorfeld Beprobungen des Grundwassers notwendig, um diese in den Wasserkreiskauf einleiten zu können.  Mit belastbaren Ergebnissen wird derzeit frühestens Mitte September 2026 gerechnet.

Für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Besucherinnen und Besucher ergeben sich aus dem derzeitigen Untersuchungsstand keine zusätzlichen Maßnahmen. Sollte sich der Verdacht im Zuge der weiteren Untersuchungen bestätigen, werden die zuständigen Fachbehörden auf Grundlage der konkreten Situation über die erforderlichen weiteren Schritte entscheiden. Die Stadt Emden wird darüber selbstverständlich frühzeitig und umfassend informieren.
Bis dahin bittet die Stadt um Verständnis dafür, dass die Bauarbeiten am Schwanenteich nicht wie ursprünglich vorgesehen fortgesetzt werden können. Auch wenn vor Ort zeitweise nur wenig Bautätigkeit erkennbar sein wird, laufen im Hintergrund die notwendigen fachlichen Abstimmungen und Vorbereitungen für die weiteren Untersuchungen.
Das Ziel bleibt, die Sanierung des Schwanenteichs nach Abschluss der Untersuchungen so schnell wie möglich fortzuführen. Ob der ursprünglich angestrebte Abschluss noch in diesem Jahr erreicht werden kann, hängt vom Ergebnis der Untersuchungen und dem daraus resultierenden weiteren Vorgehen ab.
Die Stadt weist zudem darauf hin, dass der abgesperrte Baustellenbereich aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden darf. 
Über die Ergebnisse der Untersuchungen, ggf. notwendige Maßnahmen der Räumung und den weiteren Fortgang der Sanierung wird die Stadt Emden transparent und zeitnah informieren.

Weitere Informationen zur Sanierung des Schwanenteichs finden Sie unter www.emden.de/schwanenteich.