Die Stadt Emden hat am Donnerstag, 4.09.2025, Testkäufe zur Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen durchgeführt. In einer gemeinsamen Aktion der Fachdienste Jugendförderung sowie Öffentliche Sicherheit und Ordnung wurden zusammen mit zwei 16-jährigen Jugendlichen insgesamt neun Verkaufsstellen überprüft. Dabei handelte es sich um Kioske, Tankstellen sowie Einzelhandelsgeschäfte wie Discounter, Vollsortimenter, Sonderposten- und Getränkemärkte.
Das Ergebnis ist besorgniserregend: In sechs von neun Fällen erhielten die jugendlichen Testkäufer alkoholische Getränke oder Tabakwaren. Damit wurde deutlich, dass das Verkaufspersonal die Jugendschutzvorschriften häufig nicht mit der erforderlichen Sorgfalt beachtet. Auffällig war zudem, dass selbst in Geschäften mit modernen Kassensystemen, die ausdrücklich auf Altersbeschränkungen hinweisen, die Abgabe erfolgte.
"Diese Ergebnisse zeigen, dass eine verstärkte Schulung und Sensibilisierung des Verkaufspersonals dringend erforderlich ist", betont Martin Wegbünder, Leiter des FD Sicherheit un Ordnung. Wären die erworbenen – teils hochprozentigen – alkoholischen Getränke konsumiert worden, hätte dies für die Jugendlichen erhebliche gesundheitliche Risiken bedeutet.
Gegen die betroffenen Verkäuferinnen und Verkäufer sowie die verantwortlichen Betriebsinhaber wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die Stadt Emden kündigt an, auch künftig weitere Testkäufe durchzuführen, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen konsequent sicherzustellen.