Nachhaltige Mobilität

Vorwärts Richtung Zukunft
Unser Leben ist Bewegung: wir fahren zur Arbeit, gehen zur Schule, transportieren Waren und Güter. Insgesamt 21 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Emden entfielen bisher auf den Verkehr. Das Umsetzen einer nachhaltigeren Mobilität birgt folglich ein großes Klimaschutzpotenzial und gilt damit im „Masterplan 100 % Klimaschutz“ als wesentliches Handlungsfeld.

Emder Strategie im Handlungsfeld nachhaltige Mobilität

  • Fuß‐ und Radverkehr fördern
  • Qualität und Quantität im ÖPNV ausbauen
  • Zukunftsorientierte Technologien nutzen und ausbauen
  • Mobilität verkehrsträgerübergreifend managen
  • Güterverkehr umweltverträglicher gestalten

Deshalb beauftragte die Stadt Emden bei der Firma SHP Ingenieure/Hannover ein „Sektorales Gutachten Mobilität“ (SHP 2017), das eng verzahnt mit den Inhalten des „Masterplans 100 % Klimaschutz“ erstellt wurde. Es arbeitet heraus, dass Emden künftig den Umweltverbund (Rad-, Fuß- und Öffentlicher Personennahverkehr) weiter fördern muss. Dieser Maßgabe folgend wird der Fußverkehr bei der Stadtraumgestaltung stärker berücksichtigt und das Radwegenetz weiter ausgebaut werden müssen. Bis 2020 soll der Anteil des Radverkehrs laut Beschluss des Verwaltungsausschusses vom 4.9.2017 bereits 40 Prozent am sogenannten Modal Split betragen. Der Modal Split zeigt, wie sich die einzelnen Mobilitätsformen prozentual aufteilen.

Der Radverkehr wird stadtraumübergreifend berücksichtigt. Zudem muss der ÖPVN klar erkennbar gestaltet und treibhausgasreduzierend um- und ausgebaut werden. Der schienengebundene Nahverkehr sollte mittel- bis langfristig ausgebaut werden. Klimafreundliche (Antriebs-) Technologien müssen beim (motorisierten) Individualverkehr forciert und die Verkehrsträger miteinander verknüpft werden (zum Beispiel durch Carsharing). Ebenfalls umweltverträglicher gestaltet werden muss der Güterverkehr. Dazu tragen eine verbesserte Logistik und moderne Technologien bei. Als Vorbild und sektorales Unterziel strebt die kommunale Verwaltung an, ihren Fuhrpark bis 2020 soweit auf E-Mobilität umzustellen, dass eine THG-Reduktion von 30 Prozent erreicht wird. Diese Umstellung wird auf Antrag vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) zu 50 Prozent gefördert.

Eine Auflistung der einzelnen Maßnahmen dieses Handlungsfelds finden Sie im „Masterplan 100 % Klimaschutz".