Pressemitteilungen

Pressemitteilungen der Stadt Emden

Delegationsreise nach Kristiansand 

21 Vertreterinnen und Vertreter von Rat und Verwaltung nutzten vom 13. Juli bis zum 15. Juli 2023 die neue Fährverbindung zwischen Emden und Kristiansand für eine Delegationsreise in die norwegische Hafenstadt. Das Ziel: Chancen und Möglichkeiten der neuen Fährverbindung nach Norwegen für den Hafen und die Stadt Emden sondieren. Die Stadt Kristiansand hat in den letzten Jahrzehnten einen Transformationsprozess durchlaufen und sich zu einem wichtigen Wirtschaftszentrum Südnorwegens entwickelt. 

In Kristiansand wurden die Vertreterinnen und Vertreter von Rat und Verwaltung durch Geir Haugum, Wirtschaftsförderer der Stadt Kristiansand, Hege Nevestad, Geschäftsführerin von Visit Sorlandet, Ida Grødum, Mitarbeiterin von Visit Sorlandet und Mitglied im Stadtrat, empfangen. Hier stand neben dem persönlichen Kennenlernen ein erster Austausch zu wirtschaftlichen und touristischen Themen im Vordergrund.
 
Nach einer Führung durch den Ratssaal folgten Präsentationen und eine Diskussionsrunde zu verschiedenen Themen. Seitens Kristiansand waren beteiligt:
 

  • Erik Rostoft – Vice Mayor of Kristiansand
  • Geir Haugum- Head of Economic development and International affairs, tourism and opportunities
  • Hege Nevestad- Head of Visit Sørlandet
  • Ida Grødum – Visit Sørlandet 

In einer anschließenden Diskussion erfolgte ein Austausch über die Möglichkeiten und Schwerpunkte der regionalen Entwicklung. Die Mitglieder von Rat und Verwaltung waren sich einig, dass es diverse Anknüpfungspunkte zwischen den beiden Städten gibt.
 
Bei kommunalpolitischen Prozessen ist insbesondere die Digitalisierung wesentlich weiter fortgeschritten. Alle Abgeordneten verfügen über Tablets über die jegliche Informationen verfügbar und Abstimmungen möglich sind. Zudem werden jegliche Sitzungen im Live-Stream übertragen und sind auch im Nachhinein öffentlich einsehbar. Transparenz sei hier ein wesentlicher Schlüssel für die Ratsarbeit, so der stellvertretende Bürgermeister. Bürgerinnen und Bürger sollen auch im Nachhinein nachvollziehen können, wie welches Ratsmitglied zu welchem Thema abgestimmt hat.     

Beide Seiten haben feststellen können, dass die Stärkung der Bindung zwischen Emden und Kristiansand insbesondere auch auf touristischer Ebene ein Gewinn sein kann. Hier wurde diskutiert, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um Besucherinnen und Besucher, die mit der Fähre anreisen, noch gezielter an Emden heranzuführen. 

"Es muss weiterhin das Ziel sein, die Angebote hier zusammenzuführen. Das Thema Mini-Cruises ist sowohl für die Reederei, als auch für uns sehr interessant. Wir müssen es schaffen, den norwegischen Gast nicht nur ein paar Stunden in der Stadt zu halten, sondern auch mit der Hotellerie ein Gesamtpaket bieten zu können", so Martje Merten (Geschäftsführerin Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing Emden GmbH). So wurden Angebote besprochen, die die kulturelle Vielfalt und auch den Hafen für die Gäste erlebbar machen.
 
Seitens der Wirtschaftsförderung und der Tourismusorganisation Visit Sorlandet wurde ein weiterer Austausch vereinbart, um in beiden Themen gezielt die Zusammenarbeit zu stärken. Touristisch gesehen ist Deutschland ein wichtiger Quellmarkt für den norwegischen Tourismus, welcher bis Juni 2023 ein erneutes Wachstum von 25 Prozent aufweisen konnte.
 
Im Zuge einer Stadtführung wurden dann auch Stadtentwicklungsprojekte betrachtet und ein Einblick in Bauprozesse und die öffentliche Wahrnehmung von Großprojekten gegeben. "Beide Seiten sind interessiert, die wirtschaftliche und touristische Verbindung zwischen unseren beiden Küstenstädten weitergehend zu stärken. Wir sind überzeugt, dass Kristiansand und Emden viel voneinander lernen und profitieren können. Dafür ist dieser Besuch ein wichtiger Grundstein", so Oberbürgermeister Tim Kruithoff. 

"Besonders der Entwicklung der Flächen am Wasser wurde in Kristansand eine hohe Priorität zugeordnet, auch in Emden ist das damalige Projekt Watercity ein voller Erfolg gewesen, so sind die Entwicklungen rund um den Delft angeschoben worden, und diesen Weg gilt es, konsequent weiter zu entwickeln. Das Beispiel Kristiansand zeigt hierfür gute Ansätze, auch z. B. in Bezug auf die Barrierefreiheit von Steganlagen und barrierearme Zugänge.“, so Rainer Kinzel. 

"Für einen Hafenstandort sind neue internationale Kontakte und Möglichkeiten, die sich durch neue Verkehre ergeben, stets ein potentiell wichtiger wirtschaftlicher Impuls für eine weitere nachhaltige Stadtentwicklung", so Martje Merten, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing Emden GmbH.

Während der Überfahrt waren Arbeitssitzungen anberaumt, zu denen Impulsvorträge von Martje Merten (Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing Emden GmbH) und Rainer Kinzel (Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz) zu den Themen "Wirtschaftsfaktor Tourismus für die Stadt Emden 2022" und "Nachhaltige Stadtentwicklung für eine lebens- und liebenswerte Stadt" diskutiert wurden. 
Zudem gab es seitens der Reederei Holland Norway Lines Führungen durch den Hotelmanager und den Kapitän der "MS Romantika", um das Schiff, seine Technik und seine Möglichkeiten kennen zu lernen.