Pressemitteilungen

Pressemitteilungen der Stadt Emden

Gefahren in der Advents- und Weihnachtszeit 

In der Adventszeit ist es traditionell üblich, in der Wohnung, am Arbeitsplatz oder an anderer Stelle Adventsgestecke, Tannenbäume oder ähnliche Dinge aufzustellen. Dabei kommt es leider sehr häufig zu Bränden. Leider allzu oft mit tödlichem Ausgang oder zumindest schweren Brandverletzungen bzw. Rauchvergiftungen. 

Entstehungsbrände lassen sich leicht vermeiden, wenn der/die Bürger/in einige grundlegende Dinge kennt und beachtet. 

Adventszeit: 

  • Kaufen Sie stets einen frischen Kranz, der noch mindestens 4 Wochen haltbar ist.
  • Stellen Sie den Kranz mindestens 1 Meter entfernt von brennbaren Gegenständen wie Polstermöbeln, Büchern, Geschenkpapier oder Gardinen und nicht in zugiger Umgebung auf.(Kerzen brennen vor allem bei Windzug häufig deutlich schneller ab, als man es vermuten würde.)
  • Verwenden Sie eine feuerfeste Unterlage für den Kranz, z. B. einen Metallteller und befestigen Sie die Kerzen mit feuerfesten Haltern auf dem Kranz. Achten Sie darauf, dass die Kerzen genau passen.
  • Zünden Sie niemals eine schief stehende oder umgebogene Kerze an, da sie wesentlich schneller abbrennen kann, umzufallen oder abzubrechen droht.
  • Zünden Sie weit heruntergebrannte Kerzen und Kerzen auf trockenen Kränzen nicht mehr an.(Trockene Zweige brennen schnell und heftig ab und stellen deswegen ein großes Brandrisiko dar.)
  • Gruppieren Sie niemals mehrere Teelichter, sondern halten Sie immer den vom Hersteller auf der Packung angegebenen Mindestabstand (z.B. 10 cm) und stellen Sie die Teelichter niemals auf leicht entflammbare Unterlagen wie z.B. Servietten oder Tannenzweige.
  • Bewegen Sie niemals brennende Teelichter und bringen Sie sie nicht mit Fremdkörpern in Berührung. (Dies kann zum Verschütten des heißen Brennstoffs und zur Zündung aufsteigender Dämpfe über dem Teelichtbecher führen. Die Folge wäre eine deutlich größere Flamme, die nicht einfach auszublasen ist und zu Verletzungen und zur Brandausbreitung führen kann.)
  • Löschen Sie größere Mengen brennender Teelichter niemals mit Wasser. (Dadurch würde der Brand nur noch angefacht und könnte sich unkontrolliert weiter ausbreiten.) 
  • Verwenden Sie immer eine Löschdecke oder einen für Flüssigkeitsbrände zugelassenen Feuerlöscher.
  •  Bleiben Sie immer im Zimmer, solange die Kerzen brennen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn kleine Kinder oder freilaufende Haustiere anwesend sind. (Sie könnten sich beim Kontakt mit den Kerzen verbrennen oder die Kerzen aus Versehen umstoßen.)
  •  Auf Kinder übt Feuer bekanntlich eine große Anziehungskraft aus. Eltern sollten mit den Kindern über die Gefahren sprechen, aber den Kindern den Umgang mit Feuer und Streichhölzern, wenn es sich anbietet und nur unter Aufsicht, erlauben. Aufklärung ist wirkungsvoller als jedes Verbot!
  • Löschgeräte sollten bereitgestellt werden, z. B. ein gefüllter Wassereimer oder eine große Decke aus nichtbrennbarem Material.
  • Vielleicht kann sogar ganz auf offenes Licht verzichtet werden, indem man elektrische Kerzen verwendet, wobei hierauf zu achten ist, dass diese GS-geprüft sind.


Weihnachtsbaum: 

  • Bewahren Sie Weihnachtsbäume bis zur Aufstellung in kühlen und möglichst nicht beheizten Räumen auf. 
  • Stellen Sie die Bäume dabei am besten in einen mit Wasser gefüllten Topf oder Kübel, damit sie nicht so stark austrocknen.
  • Stellen Sie Christbäume immer so auf, dass im Falle eines Brandes der Raum noch ungehindert verlassen werden kann. Stellen Sie sie deshalb niemals unmittelbar neben Ausgangstüren auf.
  • Halten Sie beim Aufstellen des Baumes einen Schutzabstand von mindestens 1 Meter zu brennbaren Vorhängen, Decken und Möbeln ein.
  • Platzieren Sie den Weihnachtsbaum nicht in die Nähe der Heizung.
  • Verwenden Sie nur kipp- und standsichere Vorrichtungen in passender Größe zum Aufstellen eines Weihnachtsbaums.
  • Bewährt haben sich im Handel erhältliche Christbaumständer mit wasserbefüllbaren Behältnissen, die eine möglichst große Standfläche haben.
  • Entfernen Sie ausgetrocknete Zweige und Bäume regelmäßig.
  • Greifen Sie bei der Weihnachtsbeleuchtung immer auf mit Prüfzeichen (VDE, GS) gekennzeichneten elektrischen Baumschmuck zurück. 
  • Nutzen Sie Lichterketten mit LED-Beleuchtung anstelle von Halogenlampen oder Glühbirnen.
  • Prüfen Sie alte Lichterketten auf brüchige Isolierung und fehlende Lämpchen und reparieren Sie defekte Lichterketten nicht selbst.
  • Falls Sie mit Wachskerzen schmücken wollen, verwenden Sie nur nicht abtropfende Kerzen auf Kerzenhaltern aus Metall mit Kugelgelenk und entfernen Sie rechtzeitig fast abgebrannte Kerzen.
  • Achten Sie auf sichere Befestigung der Halter und darauf, dass die Kerzen genau passen und stets senkrecht und nicht zu nahe unter einem Zweig in den Haltern stecken.
  • Zünden Sie die Kerzen nur an, wenn der Baum noch nicht ausgetrocknet ist.
  • Zünden Sie die Kerzen immer von oben nach unten anzünden an und löschen Sie sie immer in umgekehrter Reihenfolge, also von unten nach oben.
  • Verzichten Sie auf Sternwerfer (Wunderkerzen), schon alleine der Umwelt zuliebe.
  • Verwenden Sie als Christbaumschmuck möglichst keine brennbaren Stoffe (Papier, Watte, Zelluloid, Zellwolle usw.).
  • Bleiben Sie immer im Zimmer, solange die Kerzen am Weihnachtsbaum brennen.
  • Besondere Vorsicht ist geboten, wenn kleine Kinder oder freilaufende Haustiere anwesend sind. 
  • Halten Sie einen mit Wasser gefüllten Eimer bereit. Ein Funke genügt oft schon, damit ein ausgetrockneter Christbaum fast explosionsartig abbrennt.
  • Ein Weihnachtsbaum aus Kunststoff ist i.d.R. schwer entflammbar. Achten Sie beim Kauf aber auf das TÜV-Siegel.
  • Bereits 15 Sekunden nach dem Entzünden steht der gesamte Baum in Flammen.