Wie durch den Deutschen Wetterdienst vorhergesagt, hat das Sturmtief Poly ab der Mittagszeit das Emder Stadtgebiet erreicht. Durch die Orkanböen sind zahlreiche schwächere und stärkere Astabbrüche von belaubten Bäumen im ganzen Stadtgebiet zu verzeichnen. Auch sind mehrere Bäume abgebrochen und versperrten einige Straßen. Hier musste die Emder Feuerwehr die Bäume aus dem Weg räumen. Mit dem Drehleiter-Fahrzeug wurden mehrere kleinere Gebäudeschäden im Stadtgebiet angefahren, unter anderem am Neuen Markt. Hier hatte sich ein altes Dachfenster gelöst. Dieses wurde durch die Besatzung des Drehleiter-Fahrzeugs gesichert. Zwischendurch kam es im Industriehafen auf Höhe der Teufelsinsel zu einem weiteren Einsatz, hier war eine Person durch einen hölzernen Steg gebrochen. Passanten retteten die im Wasser befindliche Person, sodass nur noch der Rettungsdienst zum Einsatz kam. Während eines Einsatzes in der Brückstraße sind mehrere dickere Äste aus Bäumen am Stephansplatz gebrochen. Hier besteht akute Lebensgefahr, weshalb großräumig durch den BEE abgesperrt worden ist.
Aus diesem Grund ist das Betreten von Grünanlagen während des Sturms unbedingt zu vermeiden, da der Aufenthalt lebensgefährlich ist.
Bis 15 Uhr hatte die Feuerwehr Emden 21 sturmbedingte Einsätze abgearbeitet. Im Einsatz waren dabei die Ortsfeuerwehren Stadtmitte, Uphusen-Marienwehr, Borssum, Twixlum, Larrelt, Wybelsum-Logumer Vorwerk, die Hauptberufliche Wachbereitschaft und der BEE mit mehreren Fahrzeugen und Kräfte.
Der BEE zieht anlässlich des Sturmeinsatzes folgende Zwischenbilanz (die Schäden wurden zum Teil bereits aufgearbeitet):
- Hinter der Brücke nach dem Emder Schießstand fiel eine große Pappel auf den Burgelsweg.
- Vom Hulkweg rüber zum Kuffweg stürzte eine große Weide in einen Garten.
- In Uphusen vor der Luftbrücke lag ein Baum quer auf der Straße.
- Im Mönkeweg lagen 7 kleinere Bäume quer auf der Straße.
- Zwischen den beiden Tholenswehrster Friedhöfen stürzte ein großer Baum in den Kanal.
- Auf dem Radweg zwischen Constantiakreuzung und Autobahnkreuzung hing ein heruntergebrochener Ast auf dem Boden.
- Schützenbrücke: Dort wurde eine angebrochene Weide sicherheitshalber gekürzt.
- Auf der Niedersachsenstraße wurde ein größerer Ast zersägt und beiseite geräumt.
- Der Stephansplatz wurde wegen zahlreicher Abbrüche, die noch in den Bäumen hängen, gesperrt.
- (Höhe Frankenstraße) Frankenpark zum Müllplatz: dort lag ein starker Ast auf dem Weg. Dieser wurde zerlegt und beiseite geräumt.
- Auf dem Radweg Constantia nach Larrelt (über die Autobahn) und auf der Straße Rheyder Sand lagen ebenfalls starke Äste.
- Emder Wall: Dort lagen/liegen viele Totäste und Astabbrüche. Auch auf der Cirksenastraße, Geibelstraße und Nesserlanderstraße war dies der Fall.
