Die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine werden auch in Emden immer stärker spürbar.
Hier gilt es daher, Maßnahmen zur angespannten Energieversorgungslage in die Wege zu leiten und sich so auf die Engpässe von Strom und Gas während der kühleren Jahreszeiten vorzubereiten.
„Bei den derzeitigen Sommertemperaturen verbrauchen wir ohnehin weniger Energie. Aber: Die Notwendigkeit ergibt sich spätestens im Herbst. Hier ist es die Aufgabe von Rat und Verwaltung, mit gutem Beispiel voran zu gehen und Einsparmaßnahmen festzulegen und umzusetzen.“, so Tim Kruithoff, Oberbürgermeister der Stadt Emden.
Der Katastrophenschutzstab mit Vertreter*innen der Verwaltung und den Stadtwerken hat daher mögliche Einsparungsmaßnahmen zur Bewältigung der Mangellage festgelegt und bewertet. Diese Maßnahmen betreffen zunächst nur den Verwaltungsbetrieb. Maßnahmen, die die Bürger*innen betreffen, werden durch die Politik gesondert festgelegt.
So wird beispielsweise mit Beginn der Heizperiode die Raumtemperatur in den Verwaltungsgebäuden abgesenkt. Zudem werden unter anderem das alte Rathaus, das Hafentor sowie die blaue Brücke am Delft nicht mehr angestrahlt (Ausnahme: Museumsnacht am 13. August 2022). Alle Maßnahmen im jeweiligen Umsetzungsstand sind der Liste anbei zu entnehmen.
Emden macht sich bereits seit vielen Jahren für den Klimaschutz stark. Seit Juli 2016 nimmt Emden am Bundesprojekt „Masterplan 100 % Klimaschutz“ teil. Seitdem ist auch die energetische Sanierung städtischer Gebäude fest in der Agenda von Rat und Verwaltung der Stadt Emden verankert und es sind bereits diverse Maßnahmen durchgeführt worden, wie beispielsweise das Absenken der Nachttemperatur in städtischen Gebäuden, die Fassadensanierung des Verwaltungsgebäude I am Frickensteinplatz oder der Austausch ineffizienter Lüftungsanlagen etc. Bereits jetzt bezieht die Stadt Emden von den Stadtwerken zu 100 Prozent grünen Strom aus erneuerbaren Energiequellen. „In dieser besonderen Lage zeigt sich wieder, dass unsere Bestrebungen zum Klimaschutz und der energetischen Sanierung richtig und wichtig sind “, so Christoph Runden, Klimaschutzmanager beim Gebäudemanagement.
„In diesen herausfordernden Zeiten ist es die Aufgabe jedes und jeder einzelnen von uns, im Rahmen der Möglichkeiten sorgsam mit den Ressourcen umzugehen. Auch die Mitarbeitenden der Stadt Emden werden intern weiterhin für einen sparsamen und aufmerksamen Umgang mit Strom und Gas sensibilisiert.“, so Oberbürgermeister Tim Kruithoff. „Bei all diesen Überlegungen muss immer sorgfältig abgewogen werden, wie ein mögliches Einsparungspotential den Interessen und Bedürfnissen unserer Emderinnen und Emder gegenübersteht“, so Kruithoff.
Schon jetzt finden Bürger*innen weitere Informationen und Tipps rund um das Energiesparen unter www.emden.de/energie
Maßnahmen zur Bewältigung der Gasmangellage in der Stadt Emden