Landschaftsschutzgebiete in Emden

Besondere Landschaften der Meeden, Hammriche und Polder

In Landschaftsschutzgebieten werden besondere Landschaften wegen ihrer kulturhistorischen Bedeutung, ihrer Bedeutung für die Erholung, aber auch als Lebensraum für Pflanzen und Tiere geschützt.

Im Emder Stadtgebiet sind dieses:

  • das Gebiet Schlafdeich Constantia entlang des Larrelter Tiefs
  • die Meedenlandschaft um das Große Meer bei Marienwehr
  • und seit 2012 das Marschengebiet Krummhörn, 
    als Bestandteil des europäischen Netzes besonderer Schutzgebiete, Natura 2000.

Landschaftsschutzgebiet Schlafdeich Constantia

Wander-/Radweg entlang Larrelter Tief und Schlafdeich Constantia

Das Landschaftsschutzgebiet erstreckt sich auf einer Länge von ca. 2 km immer entlang des Larrelter Tiefs und des ausgedienten Constantia-Schlafdeichs .

Auf ehemaligen Spülfeldern hat sich hier eine ganz besondere Landschaft entwickelt: Eine Vielzahl von Feuchtbiotopen zieht sich entlang des Wanderweges.

Tümpel und Kleingewässer, Röhricht- und Seggenbestände, Weidengehölze- Lebensraum für eine große Vielfalt an Fröschen, Vögeln und Insekten – und wunderschön zu erleben mit Fahrrad oder zu Fuß.

Landschaftsschutzgebiet Marienwehr

Meedenlandschaft um das Große Meer

Das Landschaftsschutzgebiet Marienwehr mit seiner großräumigen Meedenlandschaft um das Große Meer umfasst eine Fläche von über 3000 Hektar.

Davon liegen 280 Hektar, die Marienwehrer Meeden, auf Emder Stadtgebiet. Das Landschaftsschutzgebiet Marienwehr ist Bestandteil des kohärenten europäischen ökologischen Netzes besonderer Schutzgebiete mit der Bezeichnung „Natura 2000“.

Die besondere Vielfalt der Landschaft beruht auf artenreichem Grünland in zumeist traditioneller Weidewirtschaft, Gräben, zahlreichen Kleingewässern und einem besonderen Artenreichtum an Wiesenvögeln, Amphibien und Libellen.

Der Landschaftscharakter der Meeden wird zudem geprägt durch eine sehr kleinparzellierte, einer seit über 300 Jahren fast unveränderten Fluraufteilung.

Landschaftsschutzgebiet Krummhörn

Das Landschaftsschutzgebiet Krummhörn hat eine Größe von mehr als 5000 ha und erstreckt sich von Emden bis nach Greetsiel, binnendeichs an den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer grenzend.

Es ist Bestandteil des kohärenten europäischen ökologischen Netzes besonderer Schutzgebiete mit der Bezeichnung „Natura 2000“.

In der Landschaft der überwiegend entwässerten Marsch dominiert Acker- und Grünlandnutzung. Die weithin offene Struktur ohne größere Gehölzbestände ist charakteristisch. Gliedernde Elemente sind Wasserzüge (Sieltiefe), einzelne Wasserflächen (insbesondere Kleipütten), Röhrichte sowie die Deiche. Aufgrund der geringen Siedlungsdichte ist das Gebiet relativ störungsarm.

Das Gebiet hat eine große Bedeutung als Rast- und Überwinterungsgebiet für nordische Gänse, Enten und Limikolen. Hervorzuheben sind die hohen Bestände von Weißwangen-, Bläss- und Graugans, die in der Leybucht und im Dollart ihre Schlafplätze haben und das Gebiet als Nahrungsraum nutzen. Daneben ist das Gebiet von besonderer Bedeutung als Hochwasserrastplatz und zur Nahrungssuche für Limikolen des angrenzenden Wattenmeeres (z.B. Alpenstrandläufer, Großer Brachvogel, Goldregenpfeifer).

Als Brutvögel sind Wiesenvögel bestimmend, die stellenweise noch hohe Brutdichten erreichen. Daneben sind Blaukehlchen und Schilfrohrsänger als charakteristische Brutvögel der Röhrichte maßgeblich; beide Arten haben hier ein Schwerpunktvorkommen in Niedersachsen.